Sendedatum: 28.07.2014 20:15 Uhr  | Archiv

Grill-Test: Holzkohle gegen Gas

von Dirk Zblewski
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Gasgrill oder konventioneller Grill? Markt hat beide miteinander verglichen.

Die meisten grillen mit Holzkohle oder Briketts. Als Alternative kommt zum Beispiel ein Gasgrill in Frage. Nur: Kann der, was der Kohlegrill auch kann? Markt hat den Systemvergleich gemacht.

Die Grills im Vergleich

Wer um die 100 Euro für einen Grill ausgeben will, landet schnell beim Gasgrill "Grillchef" von Landmann in Form eines Grillwagens und beim Kohlegrill "Bar-B-Kettle“ von Weber, einem Kugelgrill. Beide sind in der Regel im Baumarkt erhältlich. Beim Gasgrill ist zusätzlich eine Gasflasche notwendig. Sie ist in der Anschaffung etwas teurer als Kohle.

Der Aufbau

Da der Gasgrill wegen seiner Technik über relativ viele Einzelteile verfügt, ist die Montage recht zeitaufwendig. Etwa eine Stunde dauerte es, bis das Gerät betriebsfertig war. Wer handwerklich wenig erfahren ist, sollte sich versierte Hilfe holen. Außerdem ist eine Grundausrüstung an Schraubenziehern unerlässlich, denn Werkzeug liefert der Hersteller nicht mit.

Eine Kombination aus Stecken und Schrauben zeichnet den Aufbau des Kohlegrills aus. Das ist jedoch wesentlich einfacher als beim Gasgrill und selbst für Ungeübte einfach. Auch hier ist eigenes Werkzeug nötig, um einzelne Teile miteinander zu verschrauben. Dann aber steht der Grill nach 20 Minuten. Beim Aufbau hat der Kohlegrill also einen eindeutigen Vorteil.

Die Grillvorbereitung

Das Zünden des Gasgrills ist simpel: Den Regler in die richtige Position bringen und einen Knopf drücken - dann brennt die Flamme. Innerhalb kürzester Zeit hat der Grill genügend Hitze. Und das ganz ohne Qualm und Gestank.

Wesentlich mühsamer ist das Anfeuern beim Kohlegrill: Wer nicht über Hilfsmittel wie Anzünder oder einen sogenannten Grillkamin verfügt, muss die Kohle mithilfe von Zeitungspapier oder Eierkartons zum Brennen bringen - beißender Rauch inklusive. Hier ist der Gasgrill eindeutig im Vorteil.

Das Grillen

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Es zischt und spritzt: Das Angrillen mit dem Holzkohlegrill hat für viele Kultcharakter.

Beim Gasgrill fiel die zuweilen etwas schlechte Verteilung der Hitze auf. Dadurch wurden bei voller Beladung des Rostes nicht alle Stücke gleichmäßig erhitzt. Auf das Grillergebnis selbst hatte dies jedoch keinen Einfluss. Ein Vorteil ist: Die beiden Brenner des Grills lassen sich individuell regulieren - gut, wenn das Würstchen zu verbrennen droht.

Tückisch beim Kohlegrill ist die enorme Hitze. Im Praxistest hatten die Würstchen innerhalb kürzester Zeit fast zu viel Farbe bekommen. Sie waren außen sehr dunkel, innen aber noch nicht ganz durch. Wer Verkohltes vermeiden möchte, muss ständig am Rost sein, eifrig Würstchen wenden und an den Rand schieben.

Im Vergleich von Markt hatten sowohl der Gasgrill als auch der Kohlegrill eine Haube, mit der man den Rost abdecken kann. Sie sorgt für Hitze von allen Seiten und beschleunigt den Garvorgang.

Bei der Verkostung überraschte der Gasgrill. Während die Geschmackstester von Markt das mit Kohle gegrillte Würstchen besser fanden, konnten sie beim Fleisch keinen nennenswerten Unterschied feststellen.

Die Alternative zu Kohle und Gas: Elektrogrills

Wem Kohle zu schmutzig und Gas zu heikel ist, für den könnte ein Elektrogrill eine Alternative sein. Neben Geräten für den Gebrauch auf einem Tisch gibt es mittlerweile auch Modelle, die in der Form und im Aussehen einem Gas- oder Kohlegrill sehr stark ähneln. Der Vorteil solcher Geräte: Bei ihnen kann während des Grillens in der Regel kein Fett in die Flamme tropfen und verbrennen.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 28.07.2014 | 20:15 Uhr