Stand: 02.06.2015 11:31 Uhr

Fleisch kommt bei vielen täglich auf den Tisch

von Valerie Kaiser

Kaum ein Lebensmittel ist so beliebt und zugleich so umstritten wie Fleisch. Rund 60 Kilogramm essen die Deutschen durchschnittlich pro Jahr und die Fleischproduktion in Deutschland hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Laut Statistischem Bundesamt wurde im Jahr 2014 ein neuer Höchststand erzielt.

85 Prozent der Bevölkerung essen täglich Fleisch

Zwar versucht rund die Hälfte der Deutschen, den individuellen Fleischkonsum zu reduzieren und auch die Zahl der Vegetarier nimmt stetig zu, doch bei 85 Prozent der Bevölkerung in Deutschland kommen Fleisch und Wurst fast täglich auf den Tisch. Besonders beliebt sind Geflügel- und Schweinefleisch.

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Insgesamt hat sich der Stellenwert von Fleisch dennoch geändert. In vielen Kantinen werden vegetarische Tage eingeführt und immer mehr Menschen achten auf eine gesündere Ernährung, indem sie versuchen, ihren Fleischverbrauch zu reduzieren. Diverse Skandale von Gammelfleisch über Vogelgrippe bis zu Rinderwahnsinn haben den Verbraucher in der Vergangenheit zusätzlich verunsichert.

Haltung und Fütterung bestimmt die Qualität

Wie gesund Fleisch als Nahrungsmittel ist, hängt wesentlich davon ab, wie die Tiere gelebt haben, denn in der Massentierhaltung werden häufig Antibiotika und Hormone verabreicht. Diese Art der Tierhaltung ist nicht nur ethisch fragwürdig, auch die Qualität des Fleisches wird durch sie vermindert. Ob Biofleisch aber gesünder als konventionell produziertes ist, ist unter Experten umstritten.

Verkaufszahlen von Biofleisch niedrig

Auch wenn Angebot und Nachfrage von Biofleisch steigen: Die Verkaufszahlen bleiben im Vergleich zum konventionellen Fleischangebot auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Laut dem Fleischatlas 2014 liegt der Marktanteil von Biofleisch insgesamt bei weniger als zwei Prozent. Es ist den meisten schlicht zu teuer.

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Männer essen doppelt so viel Fleisch wie Frauen

Vor allem Männer langen beim Fleisch kräftig zu. Während Frauen im Schnitt 600 Gramm pro Woche verzehren, essen Männer fast doppelt so viel, nämlich 1.092 Gramm. Damit liegen Männer deutlich über der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Menge von 600 Gramm pro Woche.

Die gesellschaftliche Stellung ist dabei für den Fleischkonsum unerheblich, der Verbrauch ist quer durch alle Schichten etwa gleich hoch. Auffälliger ist der Unterschied bei den Altersgruppen. Während Männer im Alter von 19 bis 24 Jahren am meisten Fleisch verzehren, sind es bei den Frauen die 25- bis 34-Jährigen, die am meisten Fleisch essen.

Fleisch in Maßen

Gesundheitlich spricht nichts gegen den Fleischgenuss. Fleisch gilt als ein wichtiger Eiweißlieferant, denn das tierische Eiweiß ist dem menschlichen am ähnlichsten und kann vom Körper gut in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden. Zudem enthält Fleisch viele wichtige Vitamine und Mineralien. Entscheidend sind ein bewusster Umgang mit Fleisch und ein Verzehr in Maßen.

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