Stand: 31.07.2017 13:47 Uhr

Elektroauto im Test: Fahrt mit Tücken

Auf der rund 700 Kilometer langen Strecke von Stuttgart nach Hamburg hat Markt eine Probefahrt mit einem Elektroauto gemacht. Vor allem die Reichweite, das Aufladen der Batterie und das Bezahlen per Ladekarte bereitete den Testern Probleme.

Zapfsäule

Elektroauto im Test: Fahrt mit Tücken

Markt -

Auf einer Reise von Stuttgart nach Hamburg hat Markt ein Elektroauto getestet. Wie groß ist die Reichweite mit einer Ladung? Und wie komfortabel ist das Aufladen?

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Batterie aufgeladen: Keine volle Reichweite

Beim Start des Testfahrzeugs ist die Batterie voll geladen. Dennoch wird nur eine Reichweite von 287 Kilometern angezeigt. Die Werbung verspricht eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern. Nach 143 Kilometern Fahrt beträgt die restliche Reichweite laut Bordcomputer nur noch 79 Kilometer. Die zu Beginn angezeigte Reichweite von 287 Kilometern wird deutlich unterschritten.

Probleme beim Aufladen der Batterie

Das Aufladen bereitet den Testern immer wieder Probleme:

  • An einer Schnellladestation in der Nähe von Würzburg ist die Batterie auch nach einer Stunde nicht vollständig aufgeladen.
  • An den Ladesäulen am Autohof Eichenzell kosten 30 Minuten Aufladen 12,50 Euro. Doch die Ladesäule funktioniert nicht, auch ein Anruf bei der Hotline hilft nicht weiter.
  • In Deutschland gibt es rund 60 verschiedene Bezahlkarten für das Laden von Elektroautos. Fahrer sollten möglichst viele Karten dabei haben, weil die Ladestationen nicht standardisiert sind. Eine Garantie ist das jedoch nicht: Bei der Testfahrt wird eine Kundenkarte nicht akzeptiert.
  • An vielen Autobahn-Tankstellen gibt es keine Ladesäulen für Elektroautos.

Elektroautos: Vorbilder Tesla und Niederlande

Viele Ladesäulen haben keinen Anschluss für Autos aus Asien. Weniger Ladeprobleme haben offenbar Elektroautos des amerikanischen Herstellers Tesla. Nach Beobachtungen der Tester sind die Autos an den Ladestationen von Tesla in rund 20 Minuten aufgeladen. Probleme mit Karten oder Steckern gebe es nicht.

In den Niederlanden wurde bereits 2010 begonnen, ein einheitliches Ladenetz für Elektroautos aufzubauen. Heute gibt es dort pro Quadratkilometer zehn Mal so viel Ladesäulen wie in Deutschland und man kann mit einer einzigen Karte überall laden.

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