Stand: 03.04.2017 15:46 Uhr

DVB-T2 HD: Das neue Antennenfernsehen ist da

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Geräte mit diesem Logo sind für den neuen Standard DVB-T2 HD geeignet.

Das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD ist da. In weiten Teilen Norddeutschlands werden die schärferen Bilder seit dem 29. März 2017 gesendet. Hinter dem Kürzel verbirgt sich die Fortentwicklung des bisherigen digitalen Antennenfernsehens DVB-T. Wichtigste Neuerungen: Die Sendungen werden in der besseren Bildqualität HD ausgestrahlt und es gibt mehr Programme. Nachteile: Die bisherigen DVB-T-Empfänger müssen durch neue Geräte ersetzt werden und kommerzielle Programme gibt es nur noch gegen monatliche Zahlungen.

Ein Mann sitzt vor einem großen Flachbildfernseher

Fernsehen über DVB-T2: Tipps zum Umstieg

Markt -

Der bisherige Standard DVB-T für Fernsehen per Antenne wird am 29. März 2017 abgeschaltet. Markt gibt Tipps für den Umstieg auf den neuen Standard DVB-T2 HD.

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Der Zeitplan

Der Umstieg auf das neue DVB-T2 HD hatte im Mai 2016 in einigen Ballungsgebieten mit dem Testbetrieb und sechs Programmen begonnen. Im Norden waren die Großräume Kiel, Lübeck, Rostock, Schwerin, Hamburg, Bremen/Bremerhaven sowie Hannover/Braunschweig dabei. Am 29. März 2017 wurde in den genannten Regionen und weiteren Gebieten aus dem Test der Normalfall. Statt der sechs Programme werden nun in Ballungsgebieten rund 40 in HD-Qualität ausgestrahlt, davon allein 15 öffentlich-rechtliche Programme wie NDR, Das Erste und ZDF. Mit dem alten DVB-T können Zuschauer noch für kurze Zeit drei Sender sehen: NDR, Das Erste und ZDF. Dann wird DVB-T in den genannten Regionen komplett abgeschaltet. Die übrigen Gebiete im Norden werden bis Mitte 2019 nach und nach umgestellt. Wer seine Postleitzahl eingibt, erfährt hier den ungefähren Termin für seine Region.

Künftig alles HD?

Der Empfang von DVB-T war kostenfrei und wurde aus dem Rundfunkbeitrag finanziert. Für DVB-T2 HD gilt das nicht mehr uneingeschränkt. Nur die öffentlich-rechtlichen Sender kommen weiterhin ohne Zusatzkosten ins Haus. Wer kommerzielle Sender wie RTL oder SAT1 sehen möchte, muss dafür 5,75 Euro pro Monat an den Betreiber Freenet TV bezahlen.

Die neue Technik

Kurz gesagt

DVB-T = Digital Video Broadcasting-Terrestrial, digitale Video-Übertragung per Antenne
HD = High Definition, hoch aufgelöstes, "scharfes" Bild mit vielen Bildpunkten
Set-Top-Box = Zusatzgerät zum Fernseher zum Empfang von Programmen

Wer DVB-T2 HD empfangen will, benötigt ein Zusatzgerät - eine sogenannte Set-Top-Box oder Receiver - oder ein neues Fernsehgerät, das die entsprechende Technik bereits eingebaut hat. Geräte, die dies können, tragen meist ein grünes Logo mit dem Hinweis "DVB-T2 HD". Es garantiert, dass sie nach dem Verfahren (Codec) HEVC oder H.265 arbeiten und so die Voraussetzung für den Empfang von DVB-T2 HD bieten.

Welche Geräte kaufen?

Info-Hotline

Der NDR informiert mit einer kostenlosen Telefon-Hotline über DVB-T2 HD: (08000) 63 70 99, täglich von 6.30 Uhr bis 23.30 Uhr.

Set-Top-Boxen bietet der Handel ab etwa 50 Euro an. Da DVB-T2-HD-Geräte unterschiedlich ausgestattet sind, müssen sich Kunden vor dem Kauf genau überlegen, welche Sender sie in HD sehen möchten.

- Die einfachsten Geräte, ob Boxen oder Fernseher, können nur unverschlüsselte Programme empfangen - also keine kommerziellen Sender in HD. Zusatzdienste wie Teletext, Untertitel, EPG oder Audiodeskription empfangen sie nicht oder nur eingeschränkt.

- Geräte mit dem grünen Logo sind auch für die genannten Zusatzdienste ausgerüstet. Für den Empfang kommerzieller Sender in HD benötigen sie ein kostenpflichtiges Zusatzmodul der Plattform freenet TV, eine sogenannte Smartcard oder CI+ Modul, das rund 80 Euro kostet.

- Set-Top-Boxen, die das grüne freenet-TV-Logo tragen, haben das Zusatzmodul bereits eingebaut und können gegen eine Gebühr von 69 Euro pro Jahr alle verfügbaren Sender in HD-Qualität empfangen.

Antenne kann bleiben

Wer schon DVB-T empfangen hat, benötigt keine neue Antenne. Wie bisher hängt ein guter Empfang von einer gut ausgerichteten Antenne ab. In den Ballungsräumen reicht meist eine Zimmerantenne, auf dem Land wird eine Außen- oder Dachantenne benötigt. Im Probebetrieb bis Ende März wird allerdings noch nicht mit der vollen Leistung gesendet. Haushalte, die das Fernsehprogramm über einen Kabelanschluss oder eine Satellitenanlage empfangen, sind von den Änderungen nicht betroffen.

Weitere Informationen bietet die Website des Projektbüros DVB-T2 HD.

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