Stand: 01.10.2014 12:57 Uhr

Wandertipp: So geht es auf den Gipfel

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Winterstimmung in den Brohmer Bergen. Sie liegen nur weinge Kilometer von den Helpter Bergen entfernt.

179,5 Meter - mehr brauchen die Helpter Berge nicht, um sich höchste Erhebung Mecklenburg-Vorpommerns nennen zu dürfen. Auch wenn der Gipfel für Spaziergänger gut zu erreichen ist, gibt es dort ein Gipfelkreuz mit -buch. Als Aussichtspunkt taugt die höchste Stelle des Landes allerdings kaum, zu dicht ist sie mit Wald bewachsen.

Die hügelige Region zwischen Neubrandenburg und Ueckermünde vermarktet sich unter dem Namen Brohmer und Helpter Berge. Eine Eiszeit vor rund 14.000 Jahren hat die Landschaft geformt und zwischen den Hügeln zahlreiche Seen und Moore geschaffen. Mit ihrem charakteristischen Landschaftsbild gehört sie zum Nationalen Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft. Auch die mehr als 1.200 Felsbrocken im Findlingsgarten Schwichtenberg stammen aus dieser Phase der Erdgeschichte. Eine historische Schmalspurbahn zuckelt mit Besuchern vom Ort zu den Steinriesen.

Vorrang für Vögel

Die Brohmer Berge sind Teil des gleichnamigen Europäischen Vogelschutzgebietes. Die höchsten Erhebungen erreichen rund 130 Meter. Für einen guten Überblick - bei klarem Wetter bis nach Ueckermünde - sorgt eine Aussichtsplattform auf dem Fuchsberg. In der Nähe bietet der Schmiedegrundsee eine kleine Badestelle.

Seeadler und Eisvögel am Galdenbecker See

Der größte See der Region, der Galenbecker See, gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands und ist touristisch weitgehend unerschlossen. Weder Boote noch Badegäste stören Schwäne, Kraniche und Gänse, die dort rasten. Mit etwas Glück können Naturfreunde von einem Aussichtspunkt am See auch Seeadler und Eisvögel beobachten. Ein Lehrpfad erläutert Wanderern die artenreiche Natur.

Beschauliche Städtchen

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In Woldegk drehen sich noch mehrere Windmühlen.

Selbst in den größten Orten der Region geht es beschaulich zu. Woldegk am Südhang des Helpter Berges nennt sich Windmühlenstadt. Drei der insgesamt fünf Mühlen des Ortes tragen noch die typischen Flügel. Die Fröhlkesche Mühle gilt sogar als Deutschlands größte Galerieholländermühle.

In Strasburg, das bereits zur Ueckermark gehört, locken die Wahrzeichen St. Marienkirche und Wasserturm. Ein Bummel durch den Ort sollte auch über die Reste der Stadtmauer und rund um den Stadtsee führen. In Friedland trägt die mächtige Backstein-Hallenkirche ebenfalls den Namen der heiligen Jungfrau. Das Gotteshaus stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert, brannte aber 1703 nahezu vollständig ab und wurde neu aufgebaut. Sehenswert ist auch das Neubrandenburger Tor von 1450, das nach einer umfangreichen Sanierung in den 1990er-Jahren wieder in altem Glanz strahlt.

Ein guter Tropfen auf Schloss Rattey

Weinkenner sollten einen Besuch auf Schloss Rattey nicht verpassen. Im Garten des Gutshauses stehen rund 20.000 Weinstöcke, die Früchte für einen guten Tropfen liefern.

Karte: Brohmer und Helpter Berge
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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / Nordtour / 04.10.2014 / 18:00 Uhr

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