Stand: 09.10.2017 17:55 Uhr

Wildgänse beobachten im Kehdinger Land

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Bis zu 80.000 Nonnengänse rasten jedes Jahr im Kehdinger Land.

Jetzt im Herbst kommen sie wieder zu Zehntausenden: Nonnengänse fliegen aus ihren arktischen Brutgebieten in das Kehdinger Land an der Niederelbe ein, um dort zu überwintern. Zwischen 50.000 und 80.000 der großen schwarz-weißen Meergänse rasten jedes Jahr in dem Gebiet zwischen Freiburg und Balje. Die Region feiert dieses Naturschauspiel an diesem Wochenende (14./15. Oktober) mit den Kehdinger Wildganstagen.

Willkommen bei den Wildganstagen

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Auch auf der Wiese vor dem Kornspeicher in Freiburg treffen Besucher auf Wildgänse.

Auf dem Programm stehen Bus- und Schiffsfahrten zu den Rastplätzen der Gänse, Vorträge, Ausstellungen und kulinarische Spezialitäten . Auf geführten Wanderungen und an Aussichtstürmen erhalten Interessierte vielfältige Informationen durch Fachleute. Von ihnen können sie etwa erfahren, dass rund ein Fünftel des Weltbestandes an Nonnengänsen, die auch Weißwangengänse genannt werden, auf ihrem Zug nach Süden im Kehdinger Land rasten. Oder dass die Vögel auf ihren Zugrouten im Schnitt rund 4.000 Kilometer zurücklegen. Dabei kommen sie mit Rückenwind auf Geschwindigkeiten von fast 150 Stundenkilometern.

Mit "Vogel-, "Tiden- und Moorkieker" unterwegs

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Der "Tidenkieker" hat nur einen geringen Tiefgang und kann so dicht ans Ufer heranfahren.

Mit dem "Vogelkieker", einem umgebauten Doppeldeckerbus, können Besucher die Kehdinger Vogelwelt erleben und dabei zugleich viel Wissenswertes über Natur und Kultur der Region erfahren. Noch näher an die Vögel heran kommen Passagiere auf dem "Tidenkieker": Dieses Plattboden-Schiff hat nur 50 Zentimeter Tiefgang und wurde speziell entwickelt, um Naturliebhabern einen Zugang zu den Ufergebieten der Niederelbe mit ihrer Vogelwelt zu ermöglichen. Weitere Naturschätze der Region lassen sich bei einer Fahrt mit der Lorenbahn Moorkieker durch das Kehdinger Moor entdecken, das so seltene Vögel wie Trauerseeschwalbe und Rothalstaucher beheimatet (Anmeldung für Vogel-, Tiden-, und Moorkieker über den Verein zur Förderung von Naturerlebnissen, Tel: 04141/125 61).

Ein besonderes Erlebnis ist ein Törn mit dem Traditionssegler "Anna-Lisa" zum Osteriff, auf dem neben Wildgänsen und Austernfischern mit etwas Glück auch Seehunde zu sehen sind (Anmeldung beim Natureum Niederelbe unter Tel. 04753/84 21 10). Das gesamte Programm ist in einem Flyer zusammengestellt.

Gute Beobachtungsmöglichkeiten in Wischhafen und Freiburg

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Nonnengänse erkennt man gut an ihrem schwarz-weißen Gefieder, dem schwarzen Hals und weißen Kopf.

Wer die Wildgänse lieber auf eigene Faust beobachten will, sollte dazu die Hochwasserzeiten nutzen. Die Gänse, die im Elbwatt übernachten, kommen dann zum Fressen auf die Grünlandflächen. Verschiedene Standorte im Kehdinger Land sind besonders gut geeignet, um die Tiere zu beobachten: die Beobachtungstürme an der Wischhafener Elbfähre und am Allwördener Deich in Freiburg, das Ruthensperrwerk Asselersand und der Infopoint am Ostesperrwerk. Empfehlenswert ist auch ein Besuch im Natureum Niederelbe in Balje an der Ostemündung. Es bietet ebenfalls einen Beobachtungsturm und hält in seiner Ausstellung weitere Informationen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt bereit.

Steckbrief Nonnengans

Aussehen: Schwarz-weißes Gefieder mit schwarzem Hals und weißem Kopf
Größe: 55 bis 70 Zentimeter
Gewicht: 1,5 bis 2 Kilogramm
Geschwindigkeit: 60 bis 70 km/h, bei Rückenwind 100 bis 148 km/h
Heimat: Arktis, Sibirien
Winterquartier: Kehdinger Land

Karte: Das Kehdinger Land
Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

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