Stand: 24.03.2016 14:34 Uhr  | Archiv

Die Erste des Frühlings: Die Primel

Der Mecklenburger sagt: "Du grinst wie ein Primelpott", und das nicht ganz ohne Grund, denn die Primel ist die erste große Blüte, die uns im Frühling anlacht. "Primel" ist der eingedeutschte Name, die botanische Bezeichnung ist "Primula Veris" - übersetzt heißt das so viel wie "die Erste des Frühlings". Das heißt aber nicht, dass alle der über 500 Primelsorten winterhart sind.

Primeln: Die ersten Blumen des Frühlings

Je größer die Blüte, desto weniger Kälte verträgt die Primel

Die Becherprimel kommt aus dem asiatischen Bereich und ist prima für das Wohnzimmer geeignet. Draußen hat sie jedoch gar nichts verloren, da sie überhaupt keinen Frost verträgt. Im Zimmer hält sich die Becherprimel bei 15 bis 20 Grad. Allgemein kann man sagen: Je aufwendiger die Blüte ist, desto weniger Kälte können die Pflanzen ab. So ist auch die gelb gefüllte Bellarina nichts für den Garten.

Die Schlüsselblume - winterhart und Insektenliebling

Ganz anders ist das beim Original, der Schlüsselblume. Sie ist eine heimische Sorte - Pflanze des Jahres 2016 -, die im Garten eingepflanzt werden kann. Sie ist frosthart, sieht gut aus und ist wirklich eine große Bereicherung im Garten, denn die frühen Blüten bieten vielen Insekten wie Hummeln oder den ersten Bienen wertvolle Nahrung für den Start ins Jahr.

Die Bergprimel mag es im Frühling sonnig, im Sommer schattig

Eine schöne alte Sorte ist die Bergprimel. Diese Blume kann ebenfalls gleich in den Garten gepflanzt werden, eignet sich aber auch für eine Kübelbepflanzung. Der Standort sollte im Frühjahr auf jeden Fall sonnig sein und im Sommer schön schattig. Am Fuß von spät austreibenden Gehölzen steht sie ideal. Besonders die Ostseiten von Hecken können gut mit diesen besonderen Primeln mit ihrer interessanten Form- und Farbgebung bepflanzt werden - am besten mit etwas Abstand, denn sie nehmen schnell an Umfang zu. Eine andere schöne Sorte ist die Stielprimel. Sie gibt es in vielen tollen neuen Farben und gerade wenn man ein bisschen Höhe im Pflanzkübeln braucht, ist sie wirklich ideal. Stielprimeln können auch abgepflückt und als schicker Strauß in die Vase gestellt werden.

Augen auf beim Primel-Kauf!

Die Pflanze sollte beim Kauf möglichst nicht mehr als acht bis zehn offene Blüten haben. Ein Blick unter die Blüten ist wichtig, denn hier müssen noch reichlich Knospen sein, damit auch genug Blüten nachwachsen und man lange Freude an ihr hat. Wenn die Primel aus dem Topf genommen wird, muss sie schöne weiße Wurzeln haben. Außerdem sollte die Pflanze nicht zu viele gelbe Blätter haben, denn das ist ein Zeichen dafür, dass sie schon reichlich aufgeblüht ist und nur noch wenig Laub vorhanden ist. Diese Exemplare sollten lieber im Laden stehen bleiben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nordmagazin | 24.03.2016 | 19:30 Uhr

mit Video

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