Stand: 09.12.2015 12:32 Uhr

Nie geliefert: LKA warnt vor Fake-Onlineshops

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Geschenke per Mausklick zu kaufen, ist nicht immer sicher.

Noch zwei Wochen bis Heiligabend - und noch kein einziges Geschenk gekauft. Der ein oder andere greift da gerne zur Maus und sucht im Internet nach Ideen. Fündig wird er hier auf jeden Fall - und auch das Bezahlen geht ganz einfach per Mausklick. Doch vorsichtig, manche Internetshops sind nicht seriös. Gerade vor Weihnachten sprießen betrügerische Onlineläden wie Pilze aus dem Boden, warnt das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein.

Ware kommt nie an

So genannte Fake-Shops bieten meist hochbegehrte Waren wie Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte, Schmuck, Kleidung und Spielzeug zu Preisen an, die weit unter denen der seriösen Anbieter liegen. Hinter den Angeboten stecken aber keine seriösen Firmen - und somit kommt trotz Bezahlung die Ware nie an.

Wann sollten sie bei Onlineshops skeptisch werden?

  • Wenn es auf der Webseite von Rechtschreibfehlern nur so wimmelt.

  • Wenn es Links gibt, die nicht funktionieren.

  • Wenn man den Anbieter nicht telefonisch oder per Mail kontaktieren kann.

  • Wenn der Anbieter auf eine Anfrage nicht reagiert.

  • Wenn es kein Impressum gibt.

  • Wenn die Angaben des Impressums nicht zu den AGB passen.

  • Wenn es im Internet bereits Warnmeldungen oder schlechte Erfahrungsberichte über einen bestimmten Anbieter gibt.

  • Wenn der angebliche Gütesiegel-Anbieter nicht auf der Webseite http://internet-guetesiegel.de/qualitaetskriterien auftaucht.

     

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Vorsicht bei Rechtschreibfehlern

Es gebe aber Merkmale, an denen sich illegale Shops erkennen lassen, sagt Uwe Keller vom Landeskriminalamt. So sind viele Onlineseiten der Fake-Shops in sich nicht stimmig. Sie enthalten zum Beispiel Rechtschreibfehler oder Links, die nicht funktionieren. Auch wenn es keine Möglichkeit gibt, den Anbieter zu kontaktieren - oder er, trotz einer Anfrage, nicht reagiert, sollte man skeptisch werden. Außerdem kann man darauf achten, ob es im Internet bereits Warnmeldungen oder schlechte Erfahrungsberichte über bestimmte Anbieter gibt. Das LKA macht außerdem auf die Webseite www.internet-guetesiegel.de aufmerksam. Dort sind unter dem Menüpunkt "Qualitätskriterien" vier vertrauenswürdige Anbieter von Gütesiegeln aufgeführt.

LKA: Nicht in Vorkasse gehen

Uwe Keller rät außerdem: "Mann kann sich das Impressum anschauen und gucken, ob die Daten zu den AGB passen. Man kann auch darauf achten, dass man nicht Vorkasse wählt, sondern sichere Zahlungsmethoden." Im Internet sei es am sichersten auf Rechnung oder per Nachnahme zu zahlen. Auch Onlinebezahlsysteme wie Paypal seien in Ordnung. Eine wichtige Faustregel laute außerdem: Je günstiger die gesuchte Ware angeboten wird, desto skeptischer sollte man sein.

In diesem Sinne: Frohes vorweihnachtliches Geschenkesuchen!

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.12.2015 | 15:00 Uhr