Stand: 28.12.2016 20:19 Uhr

Musiker Knut Kiesewetter gestorben

Er war ein musikalisches Multitalent: Der Sänger, Komponist, Texter und Produzent Knut Kiesewetter ist tot. Wie der Pastor seines Heimatorts Garding (Kreis Nordfriesland) mitteilte, starb Kiesewetter dort in seinem Haus. Er wurde 75 Jahre alt. Die Todesursache ist bisher nicht bekannt. Kiesewetter war im Alter von drei Jahren mit seiner Familie nach Nordfriesland gezogen.

Kiesewetters Leben in Bildern

Mit 15 Jahren zum ersten Mal auf der Bühne

Mit 14 begann der gebürtige Stettiner Posaune zu spielen, stand mit 15 zum ersten Mal auf der Bühne. Nachdem er sich das Komponieren und Texten selbst beigebracht hatte, veröffentlichte er mit 19 seine erste Single. Rund 800 Lieder hatte Kiesewetter seitdem geschrieben - auch für andere Künstler wie die dänische Sängerin Gitte Haenning oder die Soul- und Jazzsängerin Eartha Kitt. Seine Lieder vereinten verschiedenste Genres, vor allem Rock, Jazz, Blues und Gospel. Zu seinem größten Erfolg wurde 1976 das Album "Leder vun mien Fresenhof" mit Liedern in plattdeutscher und friesischer Sprache.

Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein

Auch als Produzent war er sehr erfolgreich. Ende der 60er Jahre arbeitete er unter anderem mit Hannes Wader und Volker Lechtenbrink zusammen. In den 80er Jahren trat Kiesewetter dann nicht mehr öffentlich auf. Stattdessen lehrte er als Dozent an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg. Im Jahr 2000 erhielt er für seine Verdienste um die deutsche Jazzmusik - unter anderem in plattdeutscher Sprache - den Titel "Ritter der Ronneburg" und 2012 den Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein.

Weitere Informationen
03:23 min

Knut Kiesewetter: "Ich sage, was mich stört"

Er stand mit den Beatles auf der Bühne, unterrichtete Studenten an der Hamburger Musikhochschule und wurde Platten-Millionär. Jetzt ist Knut Kiesewetter im Alter von 75 Jahren gestorben. Ein Nachruf von Peter Bartelt. Audio (03:23 min)

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Von Binnenland und Waterkant | 28.12.2016 | 20:05 Uhr

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