Stand: 07.03.2016 10:50 Uhr

Helgoland reagiert auf Wohnungsnot

Beim Gang durch Helgolands Straßen fällt dem Inselbesucher eins schnell auf: Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel sucht kaum ein Geschäft oder Restaurant keine neuen Mitarbeiter. Neben saisonalen Jobs gibt es derzeit offene Stellen für Reinigungskräfte, Lehrer oder sogar einen Kraftwerksleiter, wie Bürgermeister Jörg Singer NDR 1 Welle Nord sagte. Um geeignete Leute zu finden, war schon im vergangenen Jahr das Internetportal meerjobs.de gestartet - großen Erfolg brachte es aber noch nicht. Der Haken: Auf Helgoland gibt es schlicht zu wenig bezahlbaren Wohnraum. Zwar baut ein privater Investor nahe der James-Krüss-Schule derzeit Häuser mit Wohnflächen um die 70 Quadratmeter. Allerdings: Der Quadratmeterpreis von mehr als 6.000 Euro läuft nicht gerade unter dem Stichwort "bezahlbar".

Urlaubsinsel als Zuhause

Gemeinde hat Grundstücke gekauft

Deshalb will die Gemeinde nun selbst Wohnungen bauen und dann vermieten. "Es gibt tolle Förderprogramme, es gibt die Bedarfe, wir haben die Flächen von der Bundesrepublik gekauft", sagte Bürgermeister Singer. Die Grundstücke seien bereits erschlossen und kampfmittelfrei. "Also wir haben alle Hürden genommen und jetzt soll es dann auch bald losgehen." Wann die Gemeinde genau mit dem Bau der Häuser anfangen will, steht noch nicht fest. Singer hofft, dass der erste Spatenstich nicht mehr all zu lange auf sich warten lässt. Ausgeschrieben sind die Bauten jedenfalls schon.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.03.2016 | 12:00 Uhr