Stand: 01.03.2016 09:58 Uhr

Grenzschützer beginnen Einsatz im Mittelmeer

Bundespolizisten aus Schleswig-Holstein und die griechische Küstenwache ziehen jetzt an einem Strang: Sie überwachen seit Dienstag gemeinsam das Seegebiet vor der Küste der griechischen Insel Samos nahe der Türkei. Die europäische Grenzschutzagentur Frontex hatte unter anderem Beamte aus Neustadt in Holstein zur Unterstützung angefordert. Sie sollen das Leben schiffbrüchiger Flüchtlinge retten und Schleuser dingfest machen.

"Trockenübungen" in Ostsee für Frontex-Einsatz

Einsatz soll drei Monate dauern

Täglich versuchen Schutzsuchende, in untauglichen und völlig überfüllten Booten auf dem Seeweg nach Griechenland zu kommen. Bei dieser Frontex-Mission patrouillieren insgesamt 30 Bundespolizisten. Neben den Beamten aus Neustadt sind auch Kollegen aus Warnemünde und Cuxhaven im Einsatz. Alle sind normalerweise für die Grenzüberwachung in Nord- und Ostsee zuständig. Dort verfolgen sie Umwelt-Straftaten und helfen bei der Seenotrettung.

Vor der griechischen Küste sind die Bundespolizisten mit den jeweils 21 Meter langen Kontroll- und Streifenbooten "Uckermark" und "Börde" unterwegs. Ihr Einsatz soll drei Monate dauern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 01.03.2016 | 10:00 Uhr