Stand: 07.01.2016 13:56 Uhr

AOK verkauft mehrere Geschäftsstellen

Die AOK Nordost verkauft mehrere ihrer 33 Geschäftsstellen in Mecklenburg-Vorpommern. Die größte Krankenkasse im Land will nach NDR Informationen Grundstücke und Büroräume auf dem Immobilienmarkt anbieten. Allein in Mecklenburg-Vorpommern geht es um eine Grundstücksfläche von 15.000 Quadratmetern. Darauf stehen Büros und Gebäude, die etwa 3.000 Quadratmeter umfassen.

Keine Umstrukturierungen geplant

Ein Sprecherin teilte auf Anfrage mit, insgesamt seien vier Beratungsstandorte im Land betroffen. Welche das sind, blieb offen. An dem dichten Beratungsnetz der AOK werde sich aber "grundsätzlich nichts ändern". Es sei geplant, nach einem Verkauf als Ersatz "bedarfsgerechte" Büros zu mieten, die für Versicherte besser zu erreichen seien. Die Sprecherin legte Wert auf die Feststellung, dass keine Umstrukturierungen geplant seien. Frank Ahrend, Chef der AOK-Landesdirektion Mecklenburg-Vorpommern, erklärte, die "serviceorientierte und individuelle Beratung vor Ort ist und bleibt ein Markenzeichen der AOK-Nordost." Zusätzlich zu den vier AOK-Büros sollen drei weitere Kassen-Immobilien verkauft werden, die bisher nicht von der AOK genutzt werden.

Verkäufe auch in Berlin und Brandenburg

Im gesamten Kassenbezirk, der auch Berlin und Brandenburg umfasst, soll es um insgesamt 40 Verkaufsobjekte gehen. Über einen möglichen Verkauf würde erst noch die AOK-Spitze entscheiden. In Berlin und Brandenburg sollen Grundstücke mit einer Größe von 87.000 Quadratmetern verkauft werden mit Büroflächen von rund 65.000 Quadratmetern.

Immobilien werden EU-weit angeboten

Der Verkauf soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen: Die AOK hat jetzt einen großen Immobilienmakler - die Angermann InvestmentAdvisory AG in Berlin - beauftragt, den Marktwert der Grundstücke und Büros zu ermitteln. Angermann soll außerdem ein EU-weites Bieterverfahren in Gang bringen, um die höchstmöglichen Preise zu erzielen. Die Kasse erklärte, man sei gegenüber den zahlenden Mitgliedern verpflichtet, die eigenen Immobilien regelmäßig auf Wirtschaftlichkeit zu prüfen.

Kundenbedürfnisse und -entwicklungen werden geprüft

Dabei würden "Aspekte wie die Unterhaltung und Instandsetzung bestehender Standorte, aber auch auf Kundenbedürfnisse und Kundenentwicklungen" geachtet. Die AOK reagiere mit "alternativen Beratungsangeboten". Darunter sind offenbar auch Service-Mobile zu verstehen, die Versicherte gerade auf dem Land zu bestimmten Sprechtagen informieren. Außerdem, so die AOK, würden immer mehr Versicherte online, per E-Mail oder telefonisch Anfragen stellen. Deshalb sei das Service-Telefon personell weiter verstärkt worden. Die AOK Nordost hat nach eigenen Angaben insgesamt 1,75 Millionen Versicherte, davon 440.000 in Mecklenburg-Vorpommern.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 07.01.2016 | 07:00 Uhr