Stand: 22.02.2016 19:07 Uhr

Soziale Netzwerke kann keiner mehr ignorieren

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"Sich verbinden" kann man seit einem halben Jahr auch mit der Stadt Hamburg, etwa über Facebook.

Auf der Social Media Week hat die Stadt Hamburg am Montag ihre Aktivitäten im Bereich soziale Netzwerke offiziell vorgestellt. Der Senat und die Verwaltung in der Stadt setzen immer stärker auf Medien wie Facebook oder Twitter. Seit etwa einem halben Jahr kann jeder Fan des Hamburger Senats und des Bürgermeisters Olaf Scholz werden. Auf diese Weise erhalte man Informationen aus erster Hand, sagte Julian Boy, Social Media Manager der Senatskanzlei. Es sei aber ein langer Weg gewesen, bis sich Hamburgs Politik den neuen Medien geöffnet habe, sagte Renate Mitterhuber aus der Hamburger Finanzbehörde. Sie versuche in der Verwaltung bereits seit 15 Jahren das Thema voranzutreiben. Seit Herbst vergangenen Jahres twittern auch sechs von elf Behörden. Besonders aktiv ist die Wissenschaftsbehörde.

Soziale Netzwerke sind für Unternehmen wichtig

Auch für Firmen werden soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram immer wichtiger. "Mit einem professionellen Umgang können auch Unternehmen von den sozialen Medien profitieren", sagte Falk Ebert von der United Digital Group, einer Agentur für digitales Marketing auf der Social Media Week. Sämtliche Netzwerke nebenher zu bespielen sei nicht der richtige Weg. Eine Auswahl und die Auseinandersetzung damit sei laut Ebert sehr wichtig. Die Verbreitung von Werbeinhalten funktioniere in den Netzwerken nicht wie bei klassischen Werbespots oder Anzeigen. "Bei Facebook, Twitter und Co. kann ich mich direkt an meine Zielgruppe wenden", sagte Ebert. Außerdem seien neben Facebook viele neue Medien wie Snapchat dazu gekommen. Auch damit müssten sich Unternehmen auseinandersetzten.

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Etwa 3.000 Teilnehmer werden zu Vorträgen und Workshops bei der Social Media Week erwartet.

Unternehmerische Veränderungen mahnten auch Experten bei einer Podiumsdiskussion an. Der digitale Wandel sei mittlerweile in fast allen Branchen und Märkten spürbar. Neue Technologien müssten nicht in bestehende Prozesse gefügt werden, sondern bräuchten neue Prozesse, sagte Willms Buhse, Gründer und Geschäftsführer der Managementberatung doubleYUU. Die digitale Transformation sei ein kontinuierlicher Prozess.

Themen wie Privatsphäre oder Hasskommentare

Bis zum 26. Februar tauschen sich Teilnehmer der Social Media Week über Themen wie Privatsphäre im Internet, Umgang mit Hasskommentaren in sozialen Netzwerken und Gründerkultur aus. Die Konferenz wird seit 2012 weltweit in mehreren Metropolen zeitgleich veranstaltet, darunter neben Hamburg auch New York, London und Jakarta. Mehr als 70.000 Teilnehmer in 20 Städten seien bisher verzeichnet worden, teilten die Hamburger Organisatoren mit.

Weitere Informationen

Social Media Week endet in Hamburg

In dieser Woche fand in Hamburg die Social Media Week statt. In 150 Vorträgen diskutierten Interessierte über Themen wie digitales Lernen, Gründerkultur, Umgang mit Hass-Postings. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.02.2016 | 18:00 Uhr