Stand: 18.06.2015 14:12 Uhr

Sauerstoffwert in der Elbe auf Jahres-Tief

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Vor dem Seemanshöft wurde die niedrige Sauerstoffkonzentration in der Elbe gemessen.

In der Elbe ist ein Sauerstoffloch aufgetreten - zum ersten Mal in diesem Jahr in Hamburg. Vor dem Seemanshöft bei Finkenwerder sank der Sauerstoffgehalt im Wasser für die dort lebenden Fische unter einen kritischen Wert, wie NDR 90,3 am Donnerstag berichtete.

Umweltbehörde: Kein Fischsterben

3,4 Milligramm Sauerstoff pro Liter Elbwasser wurden am Morgen von der Umweltbehörde gemessen, und zwar am Messpunkt Seemannshöft. Die kritische Grenze liegt bei 4 Milligramm. Vor Blankenese sank der Sauerstoffwert ebenfalls unter die kritische Marke. Ein größeres Fischsterben sei aber zurzeit nicht zu erkennen, sagte Jan Dube, der Sprecher der Umweltbehörde.

Weniger frisches Wasser durch Trockenheit

Grund für die jetzige Situation ist nach Angaben der Experten die Trockenheit der vergangenen Wochen: Aus dem Oberlauf der Elbe strömen lediglich 266 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch den Hafen. Normal wären 700 Kubikmeter. In der Folge fehlt frisches Wasser und der Sauerstoffgehalt geht zurück.

Niedrige Wasserstände auch in stehenden Gewässern

Ähnlich sieht es aber auch in stehenden Gewässern aus: Im Kupferteich in Farmsen, im Nordmarkteich in Tonndorf und im Ernst-August Kanal in Wilhelmsburg wurden tote Fische entdeckt. Auch hier sind die Wasserstände niedrig. Sollte das Wetter in den kommenden Tagen mehr Regen und Wind bringen, dürfte sich die Situation allerdings entspannen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.06.2015 | 14:00 Uhr