Stand: 13.06.2015 11:30 Uhr

Jugendkriminalität: Armutszeugnis für Senat?

Die Hamburger CDU wirft dem rot-grünen Senat Untätigkeit bei der Bekämpfung von Jugendkriminalität vor. Hintergrund ist die Situation im Bezirk Bergedorf, wie NDR 90,3 berichtet. Laut einer Anfrage der Christdemokraten an den Senat gab es in dem Bezirk im vergangenen Jahr von Jugendlichen 128 Straftaten mehr als im Jahr davor - ein Anstieg um 38 Prozent.

CDU: Senat sieht tatenlos zu

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CDU-Innenexperte Dennis Gladiator fordert auch eine geschlossene Unterbringung für jugendliche Straftäter.

Auf die Frage, ob in Bergedorf wegen der Entwicklung nun Straßensozialarbeiter eingesetzt werden sollten, heißt es in der Senatsantwort, das Bezirksamt sehe dafür gegenwärtig keinen Bedarf. Der CDU-Innenexperte Dennis Gladiator bezeichnete die Antwort als "Armutszeugnis" für den rot-grünen Senat. Man sehe tatenlos zu, wie die Jugendkriminalität immer weiter ansteige und lasse Jugendschutzstellen unbesetzt. Außerdem gebe es keine geschlossene Unterbringung, so Gladiator weiter.

Sozialbehörde: Pädagogisch sinnvolle Lösung gesucht

Die Sozialbehörde wies die Vorwürfe zurück: Eine geschlossene Unterbringung für jugendliche Straftäter werde es gemeinsam mit Bremen geben. Dabei gehe es um pädagogisch sinnvolle Lösungen und nicht ums Wegsperren, sagte Behördensprecher Marcel Schweitzer.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.06.2015 | 11:00 Uhr