Stand: 20.07.2015 07:00 Uhr

Gesundheitssenatorin gegen Mammut-Behörde

Hamburg bekommt keine neue Mammut-Behörde für Soziales und Gesundheit. Entsprechenden Forderungen der CDU hat Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) im Sommerinterview mit NDR 90,3 eine Absage erteilt.

Senatoren sollten nicht über den Dingen schweben, sondern sich um ihre Themen kümmern: Dieser Maxime von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) folgt auch seine Gesundheitssenatorin. Wegen des bevorstehenden Wechsels von Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) zur Bundesagentur für Arbeit war Prüfer-Storcks als Leiterin einer gemeinsamen Behörde für Soziales und Gesundheit ins Spiel gebracht worden. Doch gegen eine Fusion spricht aus ihrer Sicht bereits die wachsende Zahl von Aufgaben - gerade bei der Flüchtlings-Unterbringung.

Größere Schwierigkeiten bei der medizinischen Eingangs-Untersuchung in den Erstaufnahmen gibt es nach Einschätzung der Senatorin derzeit noch nicht. Prüfer-Storcks sagte, sie rechne im Moment jedenfalls nicht damit, dass eine Erstaufnahme wegen eines größeren Krankheitsausbruchs geschlossen werden muss, wie dies ist in mehreren anderen Bundesländern der Fall ist. In Sachen Flüchtlingsversorgung könne Hamburg - gerade durch die Gesundheitskarte für Asylbewerber, mit der die Flüchtlinge zum Arzt gehen können - durchaus ein deutschlandweites Vorbild sein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.07.2015 | 07:00 Uhr