Stand: 23.09.2017 07:18 Uhr

G20-Einsatz gegen Jugendliche rechtswidrig

Das Hamburger Verwaltungsgericht hat den Polizeieinsatz gegen eine Jugendgruppe beim G20-Gipfel für rechtswidrig erklärt. Die 44 Jugendlichen waren stundenlang festgehalten worden.

Was war geschehen? Ein Bus der Jugendgruppe "Die Falken" aus Nordrhein-Westfalen war von der Polizei auf der Anreise zum G20-Gipfel in Hamburg gestoppt und zur Gefangenensammelstelle nach Harburg eskortiert worden. Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil die Gruppe anschließend berichtete, Jugendliche seien geschlagen und mit gefesselten Händen abgeführt worden. Auch seien Telefonate mit Rechtsanwälten von den Beamten unterbunden worden.

Polizei spricht von Verwechslung

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Die Hamburger Polizei und Innensenator Andy Grote (SPD) hatten sich später für den Vorfall entschuldigt. Polizeisprecher Ulf Wundrack erklärte, der Bus mit den Jugendlichen sei verwechselt worden. Es habe Hinweise aus Niedersachsen auf zwei Busse mit Vermummten gegeben. Bei der Dienststelle für Interne Ermittlungen laufe noch ein Verfahren in dieser Sache.

Und nun Schadenersatz?

Laut "Hamburger Abendblatt" hat das Verwaltungsgericht in einem sogenannten Anerkenntnisurteil jetzt bescheinigt, dass die Ingewahrsamnahme rechtswidrig war. Laut dem Bericht wollen mehrere Falken nun auch Schadenersatz fordern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.09.2017 | 20:00 Uhr

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