Stand: 27.05.2015 13:30 Uhr

Trauer um Elisabeth Wiedemann

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Bekannt wurde Elisabeth Wiedemann als Else Tetzlaff in der Serie "Ein Herz und eine Seele".

Die Schauspielerin Elisabeth Wiedemann ist tot. Sie starb in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 89 Jahren. Wiedemann spielte die Frau von "Ekel Alfred" in der ARD-Kultserie "Ein Herz und eine Seele" aus den 1970er-Jahren.

"Die Leute weinen dem hinterher. Das finde ich nicht so wahnsinnig toll. Das ist vor 20 Jahren gewesen. Das ist für mich langweilig. Das sind doch längst olle Kamellen", echauffierte sich Elisabeth Wiedemann in den 90er-Jahren darüber, dass viele sie auf die Rolle der Ehefrau von Ekel Alfred (dargestellt von Heinz Schubert) reduzierten - eine Rolle, die sie ab 1973 in 21 Folgen spielte.

Dabei war Elisabeth Wiedemann alles, was Else Tetzlaff nicht war. Die musste naiv und eingeschüchtert sein. Wiedemann war eher energisch und selbstbewusst. Geboren wurde sie 1926 im niedersächsischen Bassum. Bevor sie Schauspielerin wurde, absolvierte sie in Berlin eine Ballett-Ausbildung. Nach ihrem Debüt 1944 in Göttingen arbeitete sei einige Jahre an der Staatsoper Berlin.

Vom Tanz zum Schauspiel

Gustaf Gründgens holte sie Anfang der 50er-Jahre ans Düsseldorfer Schauspielhaus, wo sie bis 1955 blieb. Während ihrer Bühnenlaufbahn verschlug es sie unter anderem nach Frankfurt, Köln, Wien und auch wieder in den Norden, nach Hannover und Hamburg, sowie an das das Deutsche Theater in Santiago de Chile.

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Die Tetzlaffs in gelöster Silvesterlaune (v.l. Elisabeth Wiedemann, Hildegard Krekel, Heinz Schubert und Diether Krebs).

Ihr Filmdebüt gab die Schauspielerin bereits Ende der 40er-Jahre. In den folgenden Jahren übernahm sie Rollen in ARD- und ZDF-Serien - in Fernsehfilmen wie "Das Millionenspiel" - und arbeitete auch für Hörspiel und Synchronisation. Zu Hause war sie seit Jahrzehnten in Oberbayern. Dort starb sie in der Nacht zum Mittwoch in einem Altenheim in Marquartstein.