Stand: 10.11.2017 19:30 Uhr

"Buxtehuder Bulle" für Tamara Ireland Stone

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Bei dem Wetter gar nicht schlecht: Die frischgebackene Siegerin Tamara Ireland Stone. (Archiv)

Der US-Amerikanerin Tamara Ireland Stone wurde am Freitag der renommierte deutsche Jugendbuchpreis "Buxtehuder Bulle" verliehen. Eine Jury aus elf Jugendlichen und elf Erwachsenen hat sich für ihren Roman "Mit anderen Worten: ich" entschieden. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro und einer Stahlplastik in Form eines Bullen dotiert. "Als ich hörte, dass ich den Preis bekomme, war ich überglücklich. Und auch ein bisschen schockiert", sagte die Preisträgerin NDR 1 Niedersachsen.

90 Bücher zur Auswahl

Der Preis wird jährlich seit 1971 für das nach Meinung der Jury beste in deutscher Sprache veröffentlichte Jugendbuch des jeweiligen Vorjahres verliehen. Noch vor der Finalrunde hätten 90 Bücher zur Auswahl gestanden, sagte Organisatorin Ulrike Mensching im Vorfeld. Bei der Wahl setzte sich die Jury der Jugendlichen knapp gegen die Empfehlung der Erwachsenen-Jury durch.

Autorin lebt bei San Francisco

Der Roman erzählt die Geschichte der zwangsgestörten Samantha. Aus Angst, als verrückt abgestempelt zu werden, verheimlicht sie ihren täglichen Kampf mit ihrer Krankheit. Worte sind nicht ihre Freunde - bis sie von der unkonventionellen Caroline eingeladen wird, sich einem geheimnisvollen Dichterklub anzuschließen. Sie verliebt sich in den klugen und zurückhaltenden AJ und beginnt vorsichtig, auf ihr neues Glück zu vertrauen. Stone wuchs im Norden Kaliforniens auf und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern bei San Francisco.

Ziel: Jugendliche Leser gewinnen

Vergangenes Jahr ging der Preis an die US-amerikanische Autorin Victoria Aveyard. Weitere Preisträger waren unter anderen David Safier, Suzanne Collins, Michael Ende, Gudrun Pausewang, Leonie Ossowski, Ursula Wölfel und Jostein Gaarder. Ziel der Auszeichnung ist es nach Angaben der Veranstalter, Jugendliche zu intensivem Lesen zu bewegen und gleichzeitig gute Jugendbücher zu fördern. Der Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann hatte die Auszeichnung ins Leben gerufen, die mittlerweile zu den bedeutendsten deutschen Jugendliteraturpreisen zählt. 1981 übernahm die Stadt Buxtehude die Trägerschaft. Für den Namen des Preises hat der friedfertige Stier Ferdinand aus dem zuerst 1936 publizierten Buch "The Story of Ferdinand" des amerikanischen Autors und Kinderbuch-Illustrators Munro Leaf (1905-1976) Pate gestanden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 10.11.2017 | 17:00 Uhr

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