Stand: 23.05.2017 19:04 Uhr

Jazz aus London

Cross-Platform Interchange
von Misha Mullov-Abbado 
Vorgestellt von Ralf Dorschel
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Misha Mullov-Abbado, Sohn des großen italienischen Dirigenten Claudio Abbado und der russischen Violinistin Viktoria Mullova, zeigt sich auch auf seinem zweiten album als Komponist und Musiker mit großer Tiefe.

Underground-Jazz aus London! Also schräg? Überhaupt nicht! Underground meint nämlich: All die Fahrten, die Misha Mullov-Abbado mit seinem Bass im Schlepptau in der Londoner Metro unternahm. Und die ihn in einer einzigen Stadt rund um den Globus führten: In den Nahen Osten, nach Brasilien und auf den Balkan. All diese Klänge sind eingeflossen in ein Album, das Mullov-Abbados Tube-Abenteuer schon im Titel führt: "Cross-Platform Interchange".

Welten-verbindend

Abbado? Genau: Der Bassist ist der Sohn des 2014 verstorbenen Dirigenten Claudio Abbado und der russischen Geigerin Viktoria Mullova. Die Musik seines Septetts hat alles: Swing und Groove, Melodien und ein unglaublich solides Fundament - sieben junge Briten auf der Suche nach einem Jazz für die Zukunft. Der spielt mit der Vergangenheit. "Eine Feier vieler verschiedener Traditionen", so beschreibt Mullov-Abbado "Cross-Platform Interchange". In Wales und in Israel liefen die Sessions zu "Cross-Platform Interchange" - und in "verschiedenen Schlafzimmern, Wohnzimmern und Kellern", so verrät das Booklet. Musik, die ebenso intim wie mitreißend ist. Und die Welten verbindet. So wie Londons Underground.

Cross-Platform Interchange

Genre:
Jazz
Label:
Edition Records (Membran)
Veröffentlichungsdatum:
19.05.2017
Preis:
14,99 (unverbindlich) €

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Play Jazz! | 29.05.2017 | 22:05 Uhr