Sendedatum: 15.01.2014 23:20 Uhr

Prokon bläst zum Gegenangriff auf die Medien

Der von Insolvenz bedrohte Windparkbetreiber Prokon hat schön länger ein kompliziertes Verhältnis zu kritischer Berichterstattung. Schon seit Mai 2013 steht das Unternehmen für Medienanfragen offiziell nicht mehr zur Verfügung. In den vergangenen Tagen holten sich Journalisten vor den Türen der Firmenzentrale in Itzehoe erst recht immer wieder eine deutliche Abfuhr.

Interview
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Welche Strategie verfolgt Prokon?

Tagesschau.de hat ein Interview mit dem Insolvenzverwalter Christoph Niering geführt. extern

Einer TV-Reporterin wurde "Belästigung der Anleger" vorgeworfen, am Wochenende hielt Prokon-Chef Carsten Rodbertus den Medien laut "Handelsblatt" wortwörtlich vor, einen "Scheißjob" zu machen und die Firma "in die Insolvenz" zu schicken.

Opfer einer Medienkampagne?

 

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Offener Brief an Lars-Marten Nagel

Prokon reagiert mit einem offenen Brief an Lars-Marten Nagel, Redakteur der "Welt" und "Welt am Sonntag". (13.12.2013, prokon.net) extern

In verschiedenen Redaktionen von "Welt" bis "taz" gingen außerdem empörte Schreiben von Prokon-Anlegern ein, die gegen die aktuelle Berichterstattung protestierten. Für sie haben nicht die Strafanzeigen gegen Prokon und das laut Verbraucherschützern befremdliche Verhalten des Konzerns dazu geführt, dass es zu massenhaften vorzeitigen Kündigungen der Anleger kommt, sondern die ihrer Meinung nach ungerechtfertigt kritischen Schlagzeilen der vorhergegangenen Wochen. Prokon selbst sieht sich schon länger als Opfer einer Negativ-Kampagne, während Verbraucherschützer seit Jahren das Geschäftsmodell mit den auffällig hohen Renditen mit Misstrauen beobachteten und immer wieder sauber geprüfte Konzernberichte angemahnt hatten.

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ZAPP | 15.01.2014 | 23:20 Uhr