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Die dänische Nordseeküste - Dünenparadies von Blåvand bis zur Jammerbucht

Freitag, 19. Mai 2017, 13:15 bis 14:00 Uhr

Die dänische Nordseeküste ist ein riesiges Dünen-Paradies. Von Blåvand im Süden bis zur Jammerbucht im Norden erstrecken sich auf über 300 Kilometern breite Sandstrände, gesäumt von windzerzausten Dünen. Die Landschaft ist rau, doch die Menschen sind herzlich. Auf sie passt das dänische Wort "hyggelig", es vereint gemütlich und glücklich.

Wandernde Dünen

Wenn es Hanne Kvist nicht gäbe, wäre das Ferienhaus am Rande von Hvide Sande schon längst von einer Düne begraben worden. Jahr für Jahr wandert die Düne landeinwärts - Hanne versucht, sie durch das Anpflanzen von Dünengras aufzuhalten. Gleichzeitig sorgt sie aber auch für den Erhalt der Dünen, die durch Sturm, Nordsee und Touristen beschädigt werden.

Samstags ist Bettenwechsel im Ort Henne Strand. Torben Sildemann ist dann im Dauereinsatz. Als Ferienhaus-Kontrolleur betreut er 750 Objekte. Verstopfter Abfluss, Probleme mit der Heizung, kein Fernsehempfang - viele Gäste sind trotz Urlaub ziemlich schnell am Ende ihrer Geduld. Torbens Rezept: Immer schön hyggelig bleiben.

Bier aus Dünenkräutern

Die Brauerei in Thisted auf der Halbinsel Thy ist bei Bierkennern berühmt. Denn Braumeister Antoni Madsen denkt sich für seine Biere immer neue Rezepturen aus. Im vergangenen Jahr war es ein Bier aus Dünenkräutern. Dieses Jahr braut er ein Bier mit Bernstein. Das Millionen Jahre alte Baumharz gibt dem Bier eine ganz spezielle Note: Antoni liebt den Geschmack nach Schweröl. Ob das allerdings auch bei den Kunden ankommt?

Immer schön hyggelig bleiben

Das Fischerörtchen Agger liegt einsam zwischen Nordsee und Limfjord am Ende einer Halbinsel. Hierher verirren sich nur wenige. Aber einmal im Jahr strömen Heavy Metal-Fans aus ganz Europa hierher. Das Festival "Heavy Agger" ist ein Geheimtipp der Szene. Und die als verschlossen geltenden Bewohner des Ortes machen begeistert mit. Auch der Fischer Rene Kristensen lässt an diesem Tag seinen Kutter Kutter sein, um beim Aufbau zu helfen.

Direkt hinter den Dünen liegt das Haus von Kristen Hansen. Einmal im Jahr spannt er ein ganzes Geflecht aus Wäscheleinen durch seinen Garten. Dann ist wieder Zeit für "tørrede Dabs", getrockneten Plattfisch. Die Lage am Ringkjøbing Fjord gilt für das Trocknen des Fisches als besonders geeignet: Hier weht ständig eine steife, salzige Nordseebrise. Fast jeder Haushalt hat im Frühjahr Fisch auf der Leine. Vier Wochen dauert die Saison. Am Ende gibt es "tørrede Dabs" kostenlos für alle - der getrocknete Plattfisch ist ein historisches "Arme-Leute-Essen". Die Tradition, Nachbarn, Besucher und Bedürftige zu versorgen, ist bis heute erhalten geblieben.

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Autor/in
Steven Galling
Redaktion
Christian Kossin
Produktionsleiter/in
Tim Carlberg