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Erleichterung bei den Einwohnern von Gelting und ein Riesenlob an die Helfer!
Die Wassermassen in Gelting im Kreis Schleswig-Flensburg haben erhebliche Schäden verursacht. Mobiliar wurde unbrauchbar, die Helfer und deren Gerät müssen bezahlt werden. Bürgermeister Uwe Linde geht von Schäden in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro aus. Allein die Kosten für die Hilfseinsätze belaufen sich laut Linde auf gut 100.000 Euro. Vom Hochwasser sind insgesamt 16 Familien betroffen, die nicht auf Geld von ihren Versicherungen hoffen können, weil die Unwetterschäden nicht abgedeckt sind. Der Bürgermeister setzt deshalb auf unbürokratische Hilfe. Der Spendenaufruf läuft weiter, am 24. September wird es ein Benefizkonzert geben. Das soll eine fünfstellige Summe einbringen. Die Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) hat inzwischen 10.000 Euro Soforthilfe aus ihrer Bürgerstiftung zugesagt.
Ministerpräsident Peter Harry Cartensen (CDU) hatte bereits am Freitag mit Geltings Bürgermeister Uwe Linde telefoniert. Der zeigte sich nach dem Anruf hoch zufrieden: „Ich bin zuversichtlich, dass er uns unterstützen wird.“ Auf Hilfe des Innenministeriums kann er dabei wohl nicht hoffen. Ein Sprecher stellte am Montag klar, dass Innenminister Klaus Schlie (CDU) bei seinem Besuch am Sonnabend keinerlei Zusagen gemacht habe. Möglicherweise gibt es aber finanzielle Hilfe vom Kreis. Der Landrat hat Linde zufolge eine Unterstützung bei den Einsatzkosten in Aussicht gestellt.
Nach sieben Tagen Dauereinsatz der Feuerwehren und des THW in dem Ort im Kreis Schleswig-Flensburg haben die Helfer das schwere Gerät wieder abgebaut. Die Wasserpumpen wurden ausgeschaltet, Sandsäcke und Barrieren weggeschafft. Gelting war nach starken Regenfällen so sehr überschwemmt worden, das ganze Straßen, Campingplätze und Häuser unter Wasser standen. Am Wochenende sank der Pegelstand noch einmal kräftig. Das ganze Dorf hat sich inzwischen bei den Helfern bedankt.
Sämtliche Hochleistungspumpen des Technischen Hilfswerkes (THW) waren in Betrieb. Mit den Verbänden aus Flensburg, Niebüll, Segeberg, Mölln, Elmshorn, Bergedorf/Wentorf und Stade waren nach Angaben des THW alle Kräfte da, die gebraucht wurden. Zusammen mit den Feuerwehren waren rund 100 Mann im Einsatz. Auf die Hilfsangebote der Bundeswehr hatte die Einsatzleitung verzichtet. Die Pumpen der Armee hätten nicht die notwendige Leistung, um die Wassermassen zu bewältigen, hieß es.
Die Spezialpumpe war pausenlos im Einsatz.
Tag und Nacht wurden die Wassermassen seit beginn der Überschwemmungen abgepumpt - zuletzt mit einer Großpumpe aus den Niederlanden. Sie schaffte rund 1.000 Liter pro Sekunde von der Geltinger Au in die Ostsee. Nach Angaben der Einsatzleitung wurde die Hochleistungspumpe an der Schleuse Grahlenstein eingesetzt. Sie beförderte dort das Wasser aus dem Hinterland über den Deich in die Ostsee. Inzwischen wird sie nicht mehr gebraucht und wurde abgestellt.