Verkehrsmeldungen aus Schleswig-Holstein
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat sich am Freitag ein Bild von der Lage am Nord-Ostsee-Kanal gemacht.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat sich am Freitag die marode Schleuse in Brunsbüttel angeschaut. Gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) und Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) informierte er sich dabei über die kritische Lage am Nord-Ostsee-Kanal. "Mein Dank gilt vor allem den Tauchern und Handwerkern", sagte er zur schnellen Wiederaufnahme des Betriebs von zumindest einer großen Schleuse. Seit Jahrzehnten sei die Anlage nur "auf Verschleiß" gefahren worden. Ramsauer bestätigte in Brunsbüttel, dass insgesamt 375 Millionen Euro für den Bau der neuen Schleusenkammer in Brunsbüttel bereitgestellt werden. In den nächsten zwei bis drei Wochen soll es die Ausschreibung für die neue Schleusenkammer geben, so Ramsauer. Das Großprojekt werde dann nach sechs bis sieben Jahren Bauzeit in Betrieb gehen.
Der Nord-Ostsee-Kanal war für eine Woche für große Schiffe gesperrt, weil beide Schleusen ausfielen. Verantwortliche aus Politik und Wirtschaft machen Ramsauer für das Fiasko und die verschleppte Sanierung verantwortlich. Der Minister wies heute erneut diese Kritik zurück. Die Bedeutung von Schifffahrt und Wasserwegen sei in Deutschland schon vor seinem Amtsantritt völlig unterschätzt worden, betonte Ramsauer. Seit Jahren habe er vor dem Kollaps auf deutschen Wasserstraßen gewarnt. "Wir müssen ständig auf der Hut sein, da bei der über hundert Jahre alten Technik immer wieder akute Probleme auftreten können", sagte Ramsauer bei seinem Besuch an der Brunsbütteler Schleuse.
Damit sich solch ein Kollaps nicht wiederholt, will der Bundesverkehrsminister für den Nord-Ostsee-Kanal eine "Sondereinsatztruppe" einrichten, die den Schleusenbetrieb aufrechterhält. Die Crew solle sofort einsatzbereit sein, wenn weitere Reparaturen nötig sind, sagte er. Elf zusätzliche Stellen sollen bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung dafür geschaffen werden.
Ein Schlepper mit einem Groß-Ponton für Schiffsbauteile passierte als erstes Schiff die Schleuse in Brunsbüttel.
Dass die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt nun auch wieder von Schiffen genutzt werden kann, die länger als 125 Meter sind, sorgt bei Reedern und anderen Kunden für Erleichterung. "Ich freue mich sehr, dass Techniker des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Tag- und Nachtschichten die Schleuse in einer Woche schneller repariert haben als geplant", sagte ein Sprecher des Schiffs-Service-Unternehmens Sartori und Berger. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) dankte am Donnerstag allen, die dazu beigetragen haben, die Schleuse so schnell wieder herzurichten. Sie hätten Schleswig-Holstein sowie der Wirtschaft im Norden und ganz Deutschland einen großen Dienst erwiesen.
Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion wies allerdings darauf hin, dass es sich um einen Probebetrieb handelt, weil das eingebaute Tor noch nie in dieser Schleusenkammer installiert war. Ingenieure des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel hatten die Reparaturarbeiten an der großen Südschleuse deutlich schneller abgeschlossen als geplant. Als erstes Schiff passierte am Donnerstag gegen 13 Uhr ein blauer Schlepper mit einem Groß-Ponton für Schiffsbauteile die Schleusenkammer.
Reparatur-Stau
Wer sein Dach nicht pflegt -dem regnet es rein !Das BRD-Problem liegt in den riesigen Ausgaben für protzige Prestige-Objekte,die die Gelder für Sanierung und Neubauten blockieren.Es ist nicht mehr die... [mehr]
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So ist es. Und es wird nicht die letzte bleiben. Die nächsten sieben (!) Jahre wird sich die Schleuse so durchhangeln müssen; erst nach Inbetriebnahme der 5. Schleuse ist die Grundsanierung der... [mehr]
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Auf Stippvisite...so! Was soll denn das bedeuten? Entweder brennts und es ist ein Arbeitseinsatz oder er geht Sonnenbaden. Zur Sache: Wenn die Infrastruktur hier in Deutschland unser mit höchstes Gut... [mehr]