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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Jagel bald Standort für Kampfdrohnen?

Eine Drohne der US Air Force vom Typ MQ-1 Predator beim Flug. © dpa picture alliance Fotograf: Lt. Col. Leslie Pratt - Handout Detailansicht des Bildes Eine Drohne der US Air Force vom Typ MQ-1 Predator beim Flug. (Archivbild) Die Bundesregierung überlegt, die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen auszustatten. Sie könnten dann in Jagel bei Schleswig stationiert werden. Dieser Standort sei als Kompetenzzentrum für unbemannte Flugzeuge geplant, sagte ein Sprecher des Geschwaders in Jagel NDR 1 Welle Nord. Danach soll zunächst das unbewaffnete Aufklärungsflugzeug vom Typ "Euro Hawk" dort stationiert werden. Dafür waren in den vergangenen Jahren unter anderem die Landebahn verlängert, ein Hangar gebaut und eine aufwendige Fernsteuer-Anlage installiert worden.

Der Verteidigungsexperte der schleswig-holsteinischen CDU, Ingo Gädechens, rechnet fest damit, dass alle neuen Drohnen der Luftwaffe in Jagel stationiert werden - ob bewaffnet für den Kampfeinsatz oder unbewaffnet für die Aufklärung.

Bartels: Langfristig wird eine europäische Kampf-Drohne neu entwickelt

SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels schaut in die Kamera © NDR Fotograf: Jorg Wilhelmy Detailansicht des Bildes Sieht den Einsatz von Kampf-Drohnen skeptisch: SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels. SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels geht davon aus, dass langfristig eine europäische Kampf-Drohne neu entwickelt wird. Als Zwischenlösung müsste Deutschland ein System kaufen, das jetzt bereits verfügbar ist, zum Beispiel die US-Drohne "Predator". Den Einsatz von Kampf-Drohnen sieht Bartels aber skeptisch. "Die Amerikaner haben ja geradezu mit Bedacht eine Grauzone geschaffen, wo unbemannte Flugzeuge in den Lauftraum souveräner Staaten eindringen und sogenannte 'T-Aktionen' durchführen - also etwa Terrorführer mit Raketen aus diesen Drohnen bekämpfen", meinte der Sozialdemokrat. Aus seiner Sicht sei das völkerrechtsmäßig ausgesprochen problematisch und für Deutschland überhaupt keine Option. Die endgültige Entscheidung, bewaffnete Drohnen für Auslandeinsätze anzuschaffen, soll laut Verteidigungsministerium noch in der ersten Jahreshälfte fallen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 25.01.2013 | 22:00 Uhr

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Eine amerikanische Drohne vom Typ MQ-9 Reaper beim Landeanflug nach einer Flugtrainingsmission im Jahr 2009. © dpa picture alliance Fotograf: Paul Ridgeway
 

Bundeswehr will bewaffnete Drohnen kaufen

Die Bundeswehr bevorzugt die US-Drohne Predator B bzw. Reaper. Die USA nutzen das Waffensystem für die gezielte Tötung von mutmaßlichen Terroristen. (08.09.2012) mehr

Hintergrund
Kampfdrohne
 
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Aufrüstung ohne Debatte: Kampfdrohnen für die Bundeswehr

26.07.2012 | 21:45 Uhr
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Die Bundeswehr erwägt die Anschaffung der vermeintlich präzisen Waffen, mit denen Menschen auf Verdacht getötet werden können. mehr