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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Greifswalder Stolpersteine werden neu verlegt

Austellung der Stolpersteine © ndr.de Fotograf: Matthias Klemme Detailansicht des Bildes Die neu beschafften Stolpersteine werden im Bürgerschaftssaal ausgestellt. Der Diebstahl sorgte bundesweit für Aufsehen: Am Jahrestag der Reichspogromnacht hatten Unbekannte sämtliche elf Stolpersteine zum Gedenken an die von den Nationalsozialisten deportierten Juden aus dem Pflaster der Greifswalder Innenstadt herausgebrochen und gestohlen. Rund drei Monate nach der Tat hat die Stadt nun neue Stolpersteine beschafft. Sie sind seit Mittwoch im Greifswalder Rathaus zu besichtigen.

Präventionsrats-Koordinatorin lobt Spendenbereitschaft

"Die Spendenbereitschaft war so gewaltig, dass wir die Steine sehr schnell zusammenbekommen haben. Es war klar, dass diese Steine, sobald sie hier sind, den Bürgerinnen und Bürgern gezeigt werden sollen. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, sie im Bürgerschaftssaal auszustellen", sagte die Koordinatorin des Greifswalder Präventionsrates, Christine Dembski.

Bürger und Parteien spendeten

Für die Wiederbeschaffung der Stolpersteine hatten Abgeordnete der demokratischen Parteien im Landtag und Greifswalder Bürger Geld gespendet. Dabei kam nach Angaben der Stadt so viel zusammen, dass nun zwei zusätzliche Steine angefertigt werden konnten. Am 23 Mai, dem Tag des Grundgesetzes, sollen die nunmehr 13 Stolpersteine auf Bürgersteigen der Stadt neu verlegt werden.

Keine Täter ermittelt

Die Suche nach den Tätern vom 9. November 2012 blieb jedoch bis zum heutigen Tag erfolglos - obwohl die Polizei eine Belohnung von insgesamt 5.000 Euro zur Ergreifung der Täter ausgelobt hat. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremistischen Hintergrund aus. Rund einen Monat nach dem Diebstahl der Greifswalder Steine waren auch in Sassnitz auf Rügen Stolpersteine gestohlen worden.

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"Stolperstein" auf einem Gehweg in Hamburg © dpa-Bildfunk Fotograf: Jens Ressing
 

Wer stolpert, denkt nach

In Gehwege eingelassene "Stolpersteine" erinnern an Opfer des Nationalsozialmus und geben ihnen einen Namen. In norddeutschen Städten finden sich bereits Tausende Gedenksteine. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 06.02.2013 | 06:30 Uhr

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"Hier fehlt ein Stolperstein" steht auf einem Schild in der Innenstadt von Greifswald. © NDR Fotograf: Bernd Wüstneck
 

Erste Spur nach Diebstahl der Stolpersteine

Die in Greifswald entwendeten Stolpersteine werden voraussichtlich Anfang 2013 ersetzt. (Meldung vom 22.11.2012) mehr


Greifswalder gedenken jüdischer NS-Opfer

Damit wollten sie ein Zeichen gegen den Diebstahl der Stolpersteine setzen. (Meldung vom 21.11.2012) mehr


Belohnung für Hinweis auf Stolperstein-Diebe

Zudem stellte die Stadt Greifswald einen Strafantrag gegen Unbekannt. (12.11.2012) mehr


Alle Stolpersteine in Greifswald gestohlen

Die Steine erinnern an die während des Nationalsozialismus getöteten Juden. (09.11.2012) mehr

Dossier
Grafik norddeutscher Länder. © NDR
 

Die rechte Szene in Norddeutschland

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