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Friedlicher Protest gegen NPD-"Pressefest"

Protest im südlichen Vorpommern gegen die Veranstaltung der rechtsextremen Zeitung "Deutsche Stimme" © dpa Fotograf: Stefan Sauer Detailansicht des Bildes Erstmals hat ein breites Bündnis in Vorpommern den Protest gegen Neonazis vereint. Ein "Pressefest" von Rechtsextremen sowie Protestaktionen gegen die Veranstaltung sind am Sonnabend in Pasewalk (Kreis Vorpommern-Greifswald) ohne Zwischenfälle zu Ende gegangen. Auch die Abreise der NPD-Anhänger verlief in der Nacht ohne Störungen, teilte die Polizei am Sonntagmorgen mit.

 

Etwa 2.000 Menschen hatten am Sonnabend im Süden Vorpommerns gegen ein "Pressefest" der "Deutschen Stimme" protestiert. Vertreter von zahlreichen Vereinen, Verbänden und demokratischen Parteien stellten sich mit Einheimischen zwischen Pasewalk und Viereck unter dem Motto "Kein Ort für Neonazis" an die Straße. Mit der kilometerlangen Menschenkette wollten die Demonstranten ein Zeichen gegen die Versammlung von Rechtsextremen nahe Viereck setzen. Zudem feierten etwa 500 Menschen bis zum späten Abend auf dem Markt in Pasewalk ein Demokratiefest.

Breites Bündnis gegen Rechtsextremismus

Es ist die bisher größte Bewegung gegen Rechtsextremismus in Vorpommern. Zu den Aktionen hatte das neu gegründete Bündnis "Vorpommern: weltoffen, demokratisch und bunt!" aufgerufen, das unter anderem Pasewalks Bürgermeister Rainer Dambach angeschoben hatte. "Es gibt nicht viele positive Ergebnisse der letzten Kreisgebietsreform, aber die Solidarität ist gewachsen", sagte Dambach. Er und andere Bürgermeister hoffen, dass es auch künftig eine breite Gegenbewegung gegen Rechtsextreme in Vorpommern geben wird. An den Protesten beteiligte sich unter anderem auch Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD).

Mehrere Hundert Rechtsextreme

Die Polizei war mit einem Großaufgebot in der Region präsent. Nach Angaben der Einsatzkräfte gab es zunächst keine Zwischenfälle.

Zum "Pressefest" der "Deutschen Stimme" kamen etwa 1.000 Extremisten aus dem gesamten Bundesgebiet nach Viereck. Die NPD-Zeitung ist laut Verfassungsschutz ein zentrales Info-Blatt der rechtsextremen Szene.

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