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Das Frachtschiff mit der Ausrüstung soll am Montag in der Türkei ankommen.
Rund 240 Soldaten der Bundeswehr sind am Sonntag zu ihrem Türkei-Einsatz gestartet. Das Hauptkontingent der "Patriot"-Mission ist am Vormittag in Berlin vom stellvertretenden Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Dieter Naskrent verabschiedet worden. Die Soldaten stammen überwiegend aus den in Sanitz und Bad Sülze stationierten Flugabwehrraketengruppen.
Bis zu 350 deutsche Soldaten sollen dem NATO-Bündnispartner Türkei in den kommenden Monaten beim Schutz vor möglichen Angriffen aus Syrien helfen. Die zwei Staffeln "Patriot"-Raketen trafen bereits am Montagmorgen im türkischen Iskenderun ein. Neben Deutschland beteiligen sich auch die USA und die Niederlande mit den hochmodernen Flugabwehrsystemen, die auch Raketen abfangen können.
Das "Patriot"-Raketensystem gilt als das modernste westliche Flugabwehrsystem. Es wurde in den 1960er- und 1970er-Jahren von den US-Rüstungskonzernen Raytheon und Lockheed entwickelt und wird in weltweit knapp 80 Länder exportiert - meistens jedoch in der Ursprungskonfiguration PAC-1. Allein die USA, Deutschland und die Niederlande verfügen über den neuesten Standard PAC-3, der ab 2001 auf den Markt kam. In Deutschland ist das System seit 1989 im Einsatz. Derzeit verfügt die Bundeswehr über 24 operationell nutzbare Feuereinheiten. Diese bestehen aus einem Feuerleitstand, einem Multifunktionsradar und je nach Auftrag aus bis zu acht Startgeräten mit bis zu acht Lenkflugkörpern pro Startgerät.
Wirkradius gegen Flugzeuge: bis 15 Kilometer
Wirkradius gegen Raketen: bis 45 Kilometer
Kampfhöhe: 10-15 Kilometer
Radarreichweite: bis 120 Kilometer
Fluggeschwindigkeit: bis Mach 5
Gefechtskopf: 73 Kilogramm, hochexplosive Splitterladung
(Quelle: dapd)