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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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10.000 Funde auf 100 Kilometern

Bauarbeiten an der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) © dpa Fotograf: Stefan Sauer Detailansicht des Bildes Im Zuge der Bauarbeiten an der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) sind viele archäologische Fundstücke zutage gefördert worden. Im Pommerschen Landesmuseum Greifswald sind seit Dienstag archäologische Funde aus mehr als 6.000 Jahren vorpommerscher Siedlungsgeschichte zu besichtigen. Das Besondere: Sie sind allesamt im Zuge der Bauarbeiten der Ostseepipeline-Anbindungsleitung (OPAL) zutage gefördert worden. In der Ausstellung "100 Kilometer Geschichte. Ausgrabungen auf der Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung" wird eine Auswahl der Fundstücke präsentiert, wie Projektleiter Lars Saalow vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege mitteilte.

10.000 Funde auf 100 Kilometern

Seit 2008 durfte das Landesamt die Bauarbeiten an der Pipeline nutzen und an verschiedenen Stellen zwischen Lubmin und Damerow (Landkreis Uecker-Randow) Ausgrabungen durchführen. Entlang des rund 103 Kilometer langen OPAL-Trassenkorridors durch Vorpommern, der von Lubmin südwärts verläuft, konnten die Forscher seitdem fast 10.000 archäologische Funde sichern. Insgesamt hatten etwa 160 Experten entlang des 470 Kilometer langen Leitungsgrabens in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen fast 35.000 Fundstücke entdeckt. 

Silberschatz und Goldmünze

Zu den spektakulärsten Funden gehört eine seltene Goldmünze aus der Zeit zwischen dem Abzug der Germanen und der Ankunft der Slawen. Bedeutend ist auch ein sogenannter Hacksilberschatz mit Münzen aus dem arabischen Raum, der bei Anklam gefunden wurde. Die Münzen, die zwischen dem siebten und frühen neunten Jahrhundert geprägt wurden, haben an den Rändern markante Einschnitte, sogenannte Probiermarken, mit denen die Stücke auf Echtheit geprüft wurden. "Offenbar waren zur damaligen Zeit so viele Fälschungen im Umlauf, dass die Stücke immer wieder überprüft werden mussten", sagte der Archäologe Jens-Peter Schmidt. Die Exponate sind noch bis Mitte April zu sehen.

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