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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Flüchtlingsräte fordern Schließung der Heime

Zwei Asylbewerber auf einer Bank © picture-alliance/dpa Fotograf: Ingo Wagner Detailansicht des Bildes Ihre Zukunft ist derzeit ungewiss. Was wird aus den 179 Menschen im Flüchtlingslager bei Boizenburg? Die Flüchtlingsräte Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg haben die Landesregierung in Schwerin erneut aufgefordert, das umstrittene Flüchtlingslager in Nosdorf-Horst bei Boizenburg zu schließen. Außerdem müsse die Erstaufnahme von Asylbewerbern aus Hamburg beendet werden.

Schwere Vorwürfe gegen das Ministerium

Beide Länder hatten im Jahr 2006 vereinbart, dass Hamburg das Flüchtlingslager mit nutzt. Diesen Vertrag hatte Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Juli gekündigt. Zurzeit verhandelt das Schweriner Innenministerium aber wieder mit dem neuen Senat über eine weitere Kooperation. Ein Sprecher des Flüchtlingsrates Hamburg warf dem Ministerium im Gespräch mit NDR 1 Radio MV vor, nur gekündigt zu haben, um nun mehr Geld verlangen zu können. Dies wollte das Ministerium auf NDR Anfrage nicht bestätigen.

Zahlt Hamburg zu wenig?

Medienberichten zufolge zahlt Hamburg an Mecklenburg-Vorpommern zurzeit 22,27 Euro pro Person und Tag für die Unterbringung in Nosdorf-Horst. Dies sei zu wenig, um kostendeckend zu arbeiten, so die Vorsitzende des Flüchtlingsrates in Mecklenburg-Vorpommern, Ulrike Seemann-Katz. Hamburg wolle sich mit Hilfe von Mecklenburg-Vorpommern das Flüchtlingsproblem vom Halse schaffen. Sie forderte ein Ende der Kooperation. Dann werde es auch einfacher, das Lager zu schließen. Diese Option kommt für die Schweriner Landesregierung nach NDR Informationen allerdings nicht in Frage.

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