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Aufdrehen nützte nichts: Am Sonntag blieb in 25.000 Hamburger Haushalten die Heizung kalt.
Keine Heizung, kein warmes Wasser - und das bei minus vier Grad Außentemperatur. Bei Winterwetter haben die Bewohner von 25.000 Haushalten im Hamburger Westen von Sonntagnachmittag bis in die Nacht hinein gefroren. Ursache war laut Vattenfall ein Zusammenbruch des Heizkraftwerks Wedel. Betroffen waren die Stadtteile Altona, Eimsbüttel und Bahrenfeld, wie NDR 90,3 berichtete.
Bereits am Freitag war zunächst einer der insgesamt zwei Blocks durch einen Rohrbruch ausgefallen. Am Sonntagmorgen versagte dann der zweite. Bis in den Abend hinein suchten die Techniker nach dem Sensorfehler im Steuerungsbetrieb, der offensichtlich der Grund war. Am Sonntagnachmittag konnte der Rohrschaden an dem einen Kessel behoben werden und die Fernwärmeversorgung wieder anlaufen.
"Ein Block reicht aus, um alle Haushalte wieder zu versorgen.", erklärte ein Vattenfall-Sprecher. Allerdings normalisierte sich die Situation erst im Laufe der Nacht in den betroffenen Stadtteilen im Hamburger Westen wieder und die Heizkörper lieferten ausreichend Wärme. Der Kraftwerksbetreiber Vattenfall hatte errechnet, dass die Temperatur in den betroffenen Wohnungen bis auf 15 Grad Celsius absinken könnte. In schlecht isolierten Häusern dürfte es aber auch deutlich kälter gewesen sein. Auf Anfrage stellte Vattenfall Kunden elektrische Heizlüfter zur Verfügung.
Um vor allem Kranke durch absackende Innentemperaturen nicht zu gefährden, versorgte der Energiekonzern das Diakonie-Klinikum in Eimsbüttel mit einem externen Wärme-Aggregat.
Das Szenario dürfte viele Hamburger an den Winter im vergangenen Jahr erinnern: Bereits im Februar 2012 war es zu einem Ausfall des rund 50 Jahre alten Steinkohle-Kraftwerks gekommen - auch damals durch einen Rohrschaden verursacht. Das Werk soll noch bis zur Heizperiode 2016/17 laufen. Danach soll es durch ein neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerk ersetzt werden.
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