Stand: 07.12.2015 09:51 Uhr

Wildschwein fühlt sich sauwohl unter Rindern

"Banana" hat wirklich Schwein gehabt. Seit mehr als zwei Monaten wuselt das Wildschwein zwischen den langen Beinen von Rindern auf einer Weide im Kreis Rendsburg-Eckernförde. "Es ist voll in die Herde integriert, das ist faszinierend", sagt Arzt und Landwirt Dirk Reese aus Mörel. Als er einige der Tiere vor kurzem von der Weide auf seinen Hof getrieben habe, sei das Wildschwein wie selbstverständlich mitgegangen. Derzeit lebt es mit acht Ochsen auf der Weide außerhalb des kleinen Ortes. Was mit "Banana", wie das Wildschwein mittlerweile genannt wird, langfristig passieren soll, steht noch nicht fest. Laut Reese gab es bereits Überlegungen, "Banana" im Erlebniswald in Trappenkamp unterzubringen.

Neue Nachbarn für Wildschwein "Banana"

"Banana" genießt den Schutz

Angst vor Jägern in der Gegend um Mörel muss "Banana" offensichtlich nicht haben."Das Schwein hat seinen besonderen Status", sagt Reese. Das Wildschwein hatte sich im September der Rinderherde angeschlossen. Einzigartig ist die Tiergeschichte aus Schleswig-Holstein aber nicht. Erst Anfang Oktober hat sich nahe Meensen im niedersächsischen Landkreis Göttingen ein vermutlich verwaister Frischling eine Rinder-Familie gesucht. Das kleine Wildschwein trägt inzwischen den Namen "Johann". Und Jahre zuvor hatte in der niedersächsischen Region auch "Friederike" für Schlagzeilen gesorgt. Dieses kleine Wildschwein war von Galloway-Rindern adoptiert worden.

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