Stand: 09.09.2015 17:32 Uhr

"White Pearl": Die drei Masten stehen

Alle drei Masten stehen. Die Megajacht "White Pearl", die die Nobiskrug-Werft in Kiel baut, ist damit einen Schritt näher dran, bald loszusegeln. Laut Hersteller sind die 100 Meter hohen Masten die längsten freistehenden Masten aus Verbundmaterial, die je für eine Segeljacht hergestellt wurden. An der Luxusjacht bauen Arbeiter in Kiel bereits seit drei Jahren.

Drei Jahre für Entwicklung und Bau

Die Entwicklung der Masten hat nach Auskunft der englischen Herstellerfirma Magma Structures drei Jahre gedauert. 70 Spezialisten seien in dieser Zeit damit beschäftigt gewesen, die richtige Formel für Stabilität, Flexibilität und Gewicht zu finden, sagte Firmenchef Clive Johnson. Die drei Masten können eine Segelfläche von der Größe eines Fußballfeldes tragen. Das Gewicht liege pro Mast bei rund 50 Tonnen, so Johnson.

Hafenmeister warnt vor langer Ladung

Im Juni waren die Masten auf einem Ponton nach Kiel gekommen. Acht Tage hatte der Schleppverband vom südenglischen Portsmouth an die Förde gebraucht. Die ungewöhnliche und vor allem lange Ladung hatte dazu geführt, dass der Königliche Hafenmeister von Portsmouth eine allgemeine Warnung an die Schifffahrt in der Region herausgab. Boote und Schiffe mussten Abstand zu dem Schiffs-Tross halten.

Alles streng geheim

Offizielle Informationen gibt es über die "White Pearl" nur wenig. Auftraggeber soll ein russischer Milliardär sein. Kosten? Streng geheim. Einige Daten über die Perle sind dennoch durchgesickert. 140 Meter soll der Luxussegler lang sein, 25 Meter breit, bei einem Tiefgang von rund acht Metern. Das sind Ausmaße wie bei einem kleinen Containerschiff.

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