Stand: 30.03.2016 17:55 Uhr

Waggons zugelassen - RDC kann nach Sylt starten

Das Eisenbahnbundesamt (EBA) hat die Umbauten an den Autozug-Waggons des Bahnbetreibers RDC genehmigt. "Wir haben die Wagen Mitte März zugelassen", sagte eine Sprecherin der Behörde. Das Tochterunternehmen der amerikanischen Railroad Development Corporation (RDC) will in Kürze mit Autozügen über den Hindenburgdamm nach Sylt fahren - ebenso wie die Deutsche Bahn. "Nun können wir unseren Probebetrieb starten, an den sich zeitnah der Betriebsstart anschließt", sagte Carsten Carstensen, Geschäftsführer von RDC Autozug Sylt. Auf einen genauen Termin dafür will sich das Unternehmen nicht festlegen. Der Probebetrieb soll nach Angaben einer Sprecherin Mitte April starten und etwa zwei Wochen dauern. Eigentlich hätten die RDC-Autozüge schon seit dem Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember rollen sollen.

Die neuen Gebrauchten für den Autozug

Gebrauchte Güterwagen umgerüstet

RDC hat für den Autozug gebrauchte Güterwagen vom Typ "Sps" und "Snps" angeschafft und Lautsprecher, Seilzüge für die Notbremse und Feuerlöscher nachgerüstet. Das ist notwendig, da die Autofahrer bei der 35-minütigen Überfahrt in ihren Wagen sitzen bleiben. Außerdem wurden sogenannte Überfahreinrichtungen installiert, damit die Autos von einem Wagen auf den nächsten fahren können. Es handelt sich dabei um einstöckige Flachwagen. Die Deutsche Bahn hingegen setzt Doppelstockwagen ein und kann deshalb deutlich mehr Fahrzeuge pro Fahrt transportieren.

Pendler erwarten noch mehr Verspätungen

Wegen der RDC-Konkurrenz hatte die Deutsche Bahn zuletzt ihr Autozug-Angebot mit dem umstrittenen Sylt Shuttle Plus stark ausgeweitet und sich so Verbindungen auf die Insel gesichert. Pendler klagen seitdem über Verspätungen und Zugausfälle auf der Strecke. Sie rechnen mit noch mehr Problemen, sobald RDC startet. "Wir warten entspannt ab, was jetzt passiert", sagte Achim Bonnichsen von der Pendler-Initiative bei Facebook dem NDR. "Wir wissen ja alle, dass der Zug abgefahren ist."

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