Stand: 04.01.2016 19:01 Uhr

Thermen-Schießerei: Freispruch gefordert

Bild vergrößern
Der Angeklagte ist Mitglied der Hells Angels.

Im Rocker-Prozess um eine Schießerei vor der Holsten-Therme in Kaltenkirchen haben Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung am Montag ihre Plädoyers gehalten. Das Urteil soll am kommenden Freitag vor dem Kieler Landgericht gesprochen werden. Angeklagt ist ein 42-jähriger Mann, der ein Mitglied der - mittlerweile verbotenen - Kieler Hells Angels ist.

Verteidigung will Freispruch

Der Mann hat laut Staatsanwaltschaft vor sieben Jahren jemanden beauftragt, auf einen Rocker aus dem Umfeld der verfeindeten Bandidos zu schießen. Die Anklage forderte fast vier Jahre Haft. Die Verteidigung dagegen beantragte einen Freispruch.

Tat als Rache für eine Messerstecherei?

Sowohl das Opfer, als auch der Angeklagte kommen aus Heikendorf im Kreis Plön und kennen sich seit der Schulzeit. Sie sollen in der Vergangenheit immer wieder aneinander geraten sein. Höhepunkt der Eskalation war - laut Staatsanwaltschaft - eine Messerstecherei in einer Kieler Disco, bei der der Angeklagte lebensgefährlich verletzt wurde. Dieser soll dann aus Rache die Attacke auf seinen Kontrahenten in Auftrag gegeben haben. Das Opfer ist seit der Tat erwerbsunfähig und fordert im Prozess ein Schmerzensgeld in Höhe von 80.000 Euro.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 04.01.2016 | 22:00 Uhr