Stand: 11.01.2016 14:39 Uhr

Staupe-Infektion bei Fuchs nachgewiesen

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Bei fünf Füchsen in Schleswig-Holstein wurde das Staupe-Virus nachgewiesen.

Hundebesitzer sollten in Schleswig-Holstein derzeit unbedingt auf einen ausreichenden Impfschutz ihrer Tiere achten. Grund ist der Nachweis von Staupeinfektionen bei mehreren Füchsen im Land. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums hat das Landeslabor seit Ende November 2015 bei fünf Füchsen aus dem südlichen Landesteil Staupeinfektionen festgestellt. Dabei handelte es sich um tot aufgefundene oder verhaltensauffällige Tiere. Es sind die ersten Staupe-Nachweise in Schleswig-Holstein bei Füchsen seit 2009. Staupe war zuletzt vor vier Jahren bei einem Steinmarder nachgewiesen worden.

Hunde können sich beim Waldspaziergang infizieren

Weil Füchse wegen des reichhaltigen Nahrungsangebots immer häufiger in der Nähe menschlicher Siedlungen auftauchen, können sich Hunde laut Ministerium durch Füchse in ihrer näheren Umgebung oder auch beim Waldspaziergang infizieren. Ein höheres Ansteckungsrisiko haben Jagdhunde. Die klinischen Symptome können denen einer Tollwutinfektion ähneln. Die Tiere verlieren ihre natürliche Scheu, werden schläfrig beziehungsweise aggressiv. Wer beim Spaziergang einen kranken oder toten Fuchs findet, sollte den Revierinhaber oder die örtlichen Jäger verständigen. Die Staupe ist zwar mit dem Masernvirus verwandt, für Menschen aber ungefährlich.