Stand: 11.02.2016 12:23 Uhr

Spektakulärer Hubschrauber-Einsatz in Brunsbüttel

Dieser Teil der Bauarbeiten für die neue Hochspannungsleitung an der Westküste ist ein ganz besonderer: In Brunsbüttel befestigen Spezialisten mithilfe von Hubschraubern Kabel an Masten. Dafür ziehen sie die Kabel zunächst mit einer Seilwinde in die Höhe und fliegen dann von Mast zu Mast. Wenn die komplette Trasse fertig ist, soll sie Strom von Windkraftanlagen an der Küste nach Süddeutschland liefern.

Leitung soll Strom in den Süden transportieren

Die Hochspannungsleitung wird gebaut, weil das bisherige Stromnetz den Anforderungen nicht mehr genügt. Es ist an windstarken Tagen schlicht überlastet - mit der Folge, dass viele Windräder dann abgeschaltet werden müssen.

Fertigstellung für 2018 geplant

Der Bau der insgesamt 120 Kilometer langen Trasse zwischen Niebüll (Kreis Nordfriesland) und Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) hat im vergangenen Jahr begonnen. Für jedermann sichtbar sind die Arbeiten bisher zwischen Brunsbüttel und St. Michaelisdonn. Der Netzbetreiber Tennet rechnet damit, dass die neue Westküstenleitung im Jahr 2018 fertig ist.

Die Montage der Kabel in Brunsbüttel, offiziell "Beseilung" genannt, musste mehrfach verschoben werden. Der Grund: Laut Tennet war es seit dem Herbst für den Einsatz von Hubschraubern zu stürmisch.

Westküstenleitung: Kommt ein Kabel geflogen

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 11.02.2016 | 19:30 Uhr