Stand: 06.01.2016 13:05 Uhr

Schiff mit Patriot-Abwehrsystemen zurück in Lübeck

Drei Jahre lang waren sie in der Türkei im Einsatz, jetzt sind die Patriot-Waffensysteme der Bundeswehr nach Deutschland zurückgekehrt. Heute früh kamen knapp 150 Container, mehr als 170 Sanitäts- und Einsatzfahrzeuge und die Patriot-Startgeräte mit der "Britannia Seaways" in Lübeck-Travemünde an. Die Raketen wurden bereits vor zwei Tagen in Emden von Bord geholt. Das teilte das Kommando Streitkräftebasis der Bundeswehr mit. Im Anschluss an das Entladen des Schiffs bringen Soldaten des Flugabwehrraketengeschwaders 1 ihre Ausrüstung zurück nach Husum (Kreis Nordfriesland) sowie nach Sanitz und Bad Sülze in Mecklenburg-Vorpommern.

Schweres Gerät rollt vom Schiff

Soldaten kamen bereits im Dezember zurück

Mit diesem Schritt ist der "Patriot"-Einsatz der Bundeswehr vollständig beendet. 250 Soldaten aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern waren mit den Abwehrraketen um das südanatolische Kahramanmaras stationiert, um den NATO-Partner Türkei vor Angriffen aus Syrien zu schützen. Der letzte Bundeswehrsoldat kam Ende Dezember zurück nach Deutschland.

Neue Mission für deutsche Soldaten

Die Bundesregierung hatte den Abzug im August beschlossen und als Grund eine abnehmende Bedrohung genannt. Nun plant die Nato jedoch auch mit deutscher Beteiligung den Einsatz von Awacs-Aufklärungsflugzeugen in der Region. So bleibt die Bundeswehr auch nach dem Abzug der Patriot-Soldaten am Schutz des Bündnispartners beteiligt.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 06.01.2016 | 08:00 Uhr