Stand: 11.07.2017 20:13 Uhr

Reiter kämpfen vor Gericht gegen Pferdesteuer

Der Kampf gegen die Pferdesteuer in Tangstedt (Kreis Stormarn) nimmt kein Ende: Am Dienstag hat eine Tangstedter Reitlehrerin einen Normenkontrollantrag beim Oberverwaltungsgericht in Schleswig eingereicht. Nun muss das Gericht entscheiden, ob die Regelung gegen höherrangiges Recht verstößt.

Werden Frauen diskriminiert?

Die Steuer verstoße gegen das Gebot der Geschlechterdiskriminierung, da sie vor allem von Frauen entrichtet werden müsse, argumentieren die Anwälte der Antragstellerin. Sie widerspreche laut der Anwälte auch dem Staatsziel, den Sport zu fördern.

150 Euro pro Pferd im Jahr

Die Gemeindevertretung hatte Mitte Juni die Einführung der Pferdesteuer gegen den massiven Protest des Pferdesportverbands Schleswig-Holstein beschlossen. Sie gilt seit dem 1. Juli und beträgt 150 Euro pro Pferd und Jahr. Bundesweit gibt es nur in Hessen drei Gemeinden mit einer Pferdesteuer.

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Trotz Protests: Tangstedt beschließt Pferdesteuer

Der Gemeinderat hat entschieden: Tangstedt führt als erste Gemeinde im Norden eine Pferdesteuer ein. Vor der Abstimmung der Kommunalpolitiker gab es massiven Protest. mehr

Ist die Pferdesteuer frauenfeindlich?

Es gibt neue Kritik in Sachen Tangstedter Pferdesteuer: Sie würde hauptsächlich Frauen treffen und sei diskriminierend. Deswegen haben am Sonntag wieder Reiter demonstriert. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.07.2017 | 22:00 Uhr

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