Stand: 14.01.2016 16:55 Uhr

Prozess um sexuellen Missbrauch nach Online-Chat

Er soll ein 14 Jahre altes Mädchen im Internet kennengelernt und später missbraucht haben. Ein 28-Jähriger aus Hamburg muss sich deshalb vor dem Landgericht Itzehoe (Kreis Steinburg) verantworten. Der Angeklagte soll sein mutmaßliches Opfer aus Rellingen (Kreis Pinneberg) zum Sex gezwungen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann die sexuelle Unerfahrenheit der Minderjährigen ausgenutzt und ihr die große Liebe vorgespielt hat.

Erster Kontakt über ein Online-Portal

Der Hamburger soll das Mädchen unter falschem Namen und mit falscher Altersangabe über ein soziales Netzwerk kennengelernt und dann mit ihr gechattet haben. Nach zahlreichen Nachrichten kam es dann laut Staatsanwaltschaft zu einem ersten Treffen der beiden auf einem Schulhof in Rellingen. Nach einem gemeinsamen Spaziergang soll der Mann die 14-Jährige dann in einem Waldstück in der Nähe missbraucht haben. Zeugen gibt es dafür nicht. Der Angeklagte stritt die Vorwürfe ab und sagte, der Sex sei einvernehmlich gewesen. Während der Vernehmung des mutmaßlichen Opfers wurde die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen. Das Urteil soll Ende Januar fallen. Sollte der Mann schuldig gesprochen werden, könnten ihn bis zu drei Jahre Gefängnis erwarten. Der Angeklagte ist nicht vorbestraft.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.01.2016 | 13:00 Uhr