Stand: 21.01.2016 09:40 Uhr

Polizisten bewahren 18-Jährige vor Vergewaltigung

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Tatort Parkhaus: Hier haben Streifenpolizisten einen Jugendlichen auf frischer Tat ertappt.

Das Amtsgericht in Ahrensburg hat nach einer versuchten Vergewaltigung in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) Haftbefehl erlassen. Das hat die Staatsanwaltschaft Lübeck NDR 1 Welle Nord und Schleswig-Holstein Magazin mitgeteilt. Am Dienstagabend hatten eine Polizistin und ein Polizist eine Vergewaltigung in letzter Minute verhindert. Die Beamten waren zu Fuß in der Nähe des Parkhauses in der Königstraße auf Streife, als sie plötzlich Schreie hörten. "Sie gingen den Geräuschen nach und überraschten im Treppenaufgang einen Mann, der versuchte, eine Frau zu vergewaltigen", berichtete Polizeisprecherin Sonja Kurz. Der Lübecker Oberstaatsanwalt Ralf Peter Anders sagte dem NDR Schleswig-Holstein-Magazin, die Beamten hätten "den Mann praktisch von der Frau herunterreißen müssen." Das 18 Jahre alte Opfer erlitt Bisswunden im Gesicht und am Hals.

Erheblicher Widerstand gegen Festnahme

Der Angreifer reagierte bei seiner vorläufigen Festnahme aggressiv. "Er leistete erheblichen Widerstand. Auf dem Weg zum Streifenwagen versuchte er sich loszureißen", sagte Kurz. Auf der Rückbank habe der Mann um sich geschlagen und einen Beamten mit einer Kopfnuss verletzt. Der Polizist musste im Krankenhaus behandelt werden.

Ministerpräsident informiert Abgeordnete

Die versuchte Vergewaltigung in Bad Oldesloe war am Mittwoch durch Ministerpräsident Torsten Albig bekannt geworden. Der SPD-Politiker informierte über den Fall in der Landtagsdebatte um Konsequenzen aus den sexuellen Übergriffen in Köln und anderen Städten. Der Mann, der in Bad Oldesloe festgenommen wurde, ist nach Angaben der Polizei 17 Jahre alt und ein Flüchtling aus Eritrea. Albig sprach von einem "Straftäter, der sich auf die übelste Art und Weise gegen unsere Werte und gegen das Recht dieser jungen Frau, unbehelligt ihr Leben zu leben, gestellt hat".

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 21.01.2016 | 10:00 Uhr