Stand: 24.07.2017 20:18 Uhr

Pferdeseuche im Kreis Pinneberg nachgewiesen

Auf einem Gestüt im Kreis Pinneberg ist eine Pferdeseuche ausgebrochen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums handelt es sich um die Ansteckende Blutarmut der Einhufer. Es ist demnach der erste Nachweis der Tierseuche in Schleswig-Holstein. "Diese Virusinfektion ist für den Menschen ungefährlich. Sie wird in erster Linie über blutsaugende Insekten wie Bremsen, Mücken und Stechfliegen übertragen", teilte das Ministerium mit. Um die betroffene Pferdehaltung herum wird in der Gemeinde Groß Offenseth-Aspern ein Sperrbezirk eingerichtet.

Pferd muss eingeschläfert werden

Nach Informationen von NDR 1 Welle Nord ist die Krankheit bei einem Pferd des Pologestüts Gut Aspern nachgewiesen worden. Pferde, Ponys, Esel, Maultiere, Maulesel und Zebras können sich mit dem Virus anstecken, das die Seuche auslöst. Blutsaugende Insekten übertragen die Krankheit. "Einmal infizierte Tiere bleiben lebenslang Virusträger und können so zur Verbreitung der Krankheit beitragen", heißt es vom Ministerium. Das infizierte Pferd wird nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums eingeschläfert. Auch ein weiteres Tier hat sich möglicherweise mit dem Virus angesteckt.

Tiere in 20 Betrieben untersucht

Seit Anfang Juni 2017 hat es in mehreren Bundesländern Pferdeseuche-Fälle gegeben - zuerst in Niedersachsen. Der Hof war laut Ministerium untersucht worden, nach dem die Krankheit bei einem Pferd ganz in der Nähe - in Hamburg - festgestellt worden war. Der Betrieb wurde zunächst als Kontaktbestand gesperrt und die Pferde amtlich beprobt. Insgesamt wurden in Schleswig-Holstein bereits mehr als 20 Betriebe untersucht. Bislang liegen keine weiteren positiven Ergebnisse vor. Zum Schutz vor der Ausbreitung dürfen nach Erlass des Landwirtschaftsministeriums Polo-Reitturniere nur noch unter der Maßgabe stattfinden, dass für alle teilnehmenden Tiere ein negatives Untersuchungsergebnis vorliegt.

Strenge Auflagen im Sperrbezirk

Den Sperrbezirk um den von der Pferdeseuche betroffenen Betrieb hat der Kreis Pinneberg mit einem Radius von mindestens 1.000 Metern festgelegt. Das Gebiet umfasse große Teile der Gemeinde Groß Offenseth-Aspern. Doch auch kleinere Teile der Stadt Barmstedt und der Gemeinde Bokholt-Hanredder seien betroffen, hieß es. In dem Sperrbezirk müssen alle Tiere untersucht werden, die an der Seuche erkranken können. Außerdem müssen nach Angaben eines Kreissprechers die Tiere ab sofort im Stall gehalten werden.

Weitere Informationen

Pferdevirus in Grafschaft Bentheim nachgewiesen

Bei einem Pferd in der Grafschaft Bentheim ist die Ansteckende Blutarmut der Einhufer nachgewiesen worden. Das Tier musste getötet werden. Ein Sperrbezirk ist eingerichtet. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 24.07.2017 | 20:00 Uhr

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