Stand: 29.01.2016 10:56 Uhr

Nicht zu stoppen: Polizisten schießen auf Auto

Eigentlich wollten die Polizisten in Trittau (Kreis Stormarn) nur einen Autofahrer überprüfen - eine ganz normale Routinekontrolle am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr. Doch der Autofahrer wollte nicht. Er schaltete das Licht aus, beschleunigte seinen schwarzen Audi und fuhr davon. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und versuchten, den Wagen zu stoppen - zunächst ohne Erfolg. Der Autofahrer rammte einen Streifenwagen und schaffte es immer wieder, den Beamten zu entkommen - mit "krimineller Energie", sagte ein Polizeisprecher in Ratzeburg NDR 1 Welle Nord.

Polizisten schießen auf die Reifen

Von Trittau raste der Autofahrer etwa 15 Kilometer über die lauenburgischen Dörfer bis nach Wentorf (Amt Sandesneben, Kreis Herzogtum Lauenburg). Dort brachten die Beamten den Wagen schließlich zum Stehen - mit gezielten Schüssen auf die Reifen des Audis. Der 60-jährige Fahrer war am Lenkrad zusammengesackt. Die Polizisten versuchten zunächst, die Scheibe des Wagens einzuschlagen. Dann brachen sie die Autotüren auf. Die Polizei geht davon aus, dass er Alkohol und Drogen genommen hatte. Der Trittauer befindet sich nun in der Lübecker Uniklinik.

Wilde Verfolgungsfahrt von Trittau nach Wentorf

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 29.01.2016 | 10:00 Uhr