Stand: 17.12.2015 13:06 Uhr

Neues U-Boot für Israel verlässt Kiel

Das israelische U-Boot "Rahav" bei einer Erprobungsfahrt im vergangenen Jahr.

Nummer fünf von sechs ist auf dem Weg nach Israel: Das neu gebaute U-Boot "Rahav" ist am Donnerstag in Kiel ausgelaufen. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte die Auslieferung genehmigt. Im Januar soll das Boot Israel erreichen. Die "Rahav" ist rund 68 Meter lang und das zweite israelische U-Boot mit einem außenluftunabhängigen Brennstoffzellenantrieb, das in Kiel bei ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) gebaut wurde. Nach fünf Jahren Bauzeit ist es fertig zur Übergabe, die Kosten werden auf mehr als 500 Millionen Euro geschätzt - ein Drittel davon finanziert die Bundesrepublik Deutschland. Die Schiffe der israelischen "Dolphin"-Klasse sind mit zehn Torpedo-Rohren ausgerüstet und gehören zu den größten in Deutschland gebauten U-Booten.

Israel: U-Boote von strategischer Bedeutung

Im Herbst 2014 hatte Israel das erste Brennstoffzellen-U-Boot, die "Tanin", erhalten. Diese Technik garantiert lange Tauchzeiten. Die bis dahin gelieferten drei Boote der erste Serien sind mit einem regulären dieselelektrischen Antrieb ausgerüstet. Die neuen "Dolphin"-Boote haben für die israelische Marine große strategische Bedeutung: Sie sind für Langstrecken- und Spezialeinsätze gedacht, sollen aber auch die Öl- und Gasförderplattformen vor der Küste des Landes schützen. Israel bekommt noch ein sechstes U-Boot.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 10.04.2015 | 07:00 Uhr

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