Stand: 02.09.2017 05:00 Uhr

Neue (Um)wege für Busse durch die Kieler City

Abriss-Bagger, Schuttberge und Straßensperrungen: In der Kieler Innenstadt werden munter Häuser abgerissen, neue gebaut - und nun soll auch der Bereich Holstenbrücke ein neues Gesicht bekommen. Ab Sonntag müssen die Busse wegen der Bauarbeiten für das umstrittene Projekt Kleiner Kiel-Kanal Umwege fahren und die Fahrgäste etwas mehr Zeit einplanen. Auch die Autofahrer sind von den Straßensperrungen betroffen. Am Montag, 4. September, beginnen die Vorbereitungen für die Baumaßnahmen und offizieller Baustart ist dann am 12. September.

Karte: Änderungen im Busverkehr in der Kieler Innenstadt

Kein Durchkommen mehr an der Holstenbrücke

Zeitgleich mit dem normalen Fahrplanwechsel ändern sich nun für viele Buslinien die Routen - sie können ab 3. September nicht mehr an den gewohnten Haltestellen Holstenbrücke und Bootshafen - direkt an der Fußgängerzone - einen Stopp einlegen. Die KVG hat zwei Ersatzhaltestellen eingerichtet: Martensdamm vor dem HSH-Gebäude und Schwedenkai. Mit Flyern und einem Infomobil informiert die KVG die Fahrgäste über die Veränderungen.Auch online sind die Informationen samt Plänen im Einzelnen aufgeführt.

Umwege auch für Autokraft-Busse

Auch die Autokraft-Busse haben ihre Routen durch die Kieler City geändert. Autokraft kann wegen der Baustelle die Haltestellen Holstenbrücke und Lorenzendamm nicht mehr anfahren. Und auch bei der Baustelle am Ziegelteich muss die Autokraft passen: Weil es dort an der Haltestelle zu eng ist, werden die Linien 640, 4810 und 4630 an den Wochenenden dort erst einmal nicht mehr halten.

Alles neu Ende 2019

Die Änderungen für die KVG-Gäste gelten zunächst bis zum Frühjahr 2018, dann werden in der Rathausstraße neue Haltestellen gebaut. Der Kleine Kiel-Kanal soll Ende 2019 fertig sein. Dann werden im Bereich Holstenbrücke keine Autos mehr unterwegs sein - nur noch Fußgänger, Radfahrer und Busse. Auf 170 Metern Länge und mindestens 9,5 Metern Breite entsteht eine Wasserverbindung zwischen Bootshafen und dem Stadt-Teich Kleiner Kiel. Die Befürworter erhoffen sich eine Belebung der Innenstadt. Kritiker befürchten einen Flop. Die Gesamtkosten sind laut Innenministerium mit gut zwölf Millionen Euro veranschlagt.

Bau-Boom in Kiel

Insgesamt fließen in diverse Innenstadtprojekte in den nächsten Jahren 400 Millionen Euro aus privaten und öffentlichen Kassen. Zwei Kaufhäuser wurden gerade abgerissen, auch ein Hotel und ein Nebengebäude. Ein neues Quartier mit 120 Wohnungen ist fast fertig, ein weiteres mit 213 soll im nächsten Frühjahr folgen. Insgesamt 700 Wohnungen entstehen in diesen Jahren auf einer Strecke von drei Kilometern zwischen Schloss und Hörn, dem Ende der Förde. Dazu kommen Geschäftshäuser, fünf Hotels, ein Schwimmbad.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 03.09.2017 | 08:00 Uhr

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