Sendedatum: 11.07.2017 17:00 Uhr

Lübecker Forscher: Schenken macht glücklich

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So Young Park erforscht an der Universität zu Lübeck menschliches Entscheidungsverhalten.

Schenken macht glücklich - und zwar nicht nur die Beschenkten, sondern auch die Schenker. Das belegt jetzt eine Lübecker Studie. Ein internationales Forscherteam um So Young Park von der Universität Lübeck konnte mit Hilfe von Funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) zeigen, welche neuronalen Verknüpfungen dabei eine Rolle spielen. Bei der Studie wurden 50 Probanden Geld versprochen. Dabei durfte die eine Hälfte das Geld ausschließlich für andere einsetzen und beispielsweise Geschenke kaufen. Die andere Gruppe sollte das Geld nur für sich selbst nutzen.

Forscher beobachteten Hirnaktivität

Direkt im Anschluss an ihr Versprechen wurden die Probanden gebeten, an einer anderen Untersuchung teilzunehmen. Sie sollten Entscheidungen fällen, bei denen Großzügigkeit wiederum eine Rolle spielte. Die Forscher beobachteten dabei ihre Hirnaktivität mit einem fMRT-Gerät.

Großzügigkeit sorgt für Glücksgefühle

Dabei stellten die Forscher fest, dass Menschen aus der Gruppe der zuvor auf großzügig gepolten Probanden auch in diesem Experiment großzügigere Entscheidungen trafen. Und sie waren glücklicher als die Kontrollgruppe. "Wir konnten somit bestätigen, dass es einen Zusammenhang zwischen generösem Verhalten und Glücksgefühlen gibt", sagte So Young Park. "Darüber hinaus konnten wir aber auch zeigen, wie unser Gehirn diese Verknüpfung herstellt."

Erkenntnisse für die Gesellschaft

Beim Experiment konnten bestimmte Aktivitäten in Hirnarealen festgestellt werden, die schon häufig mit großzügigem Verhalten in Zusammenhang gebracht worden sei, sagte Park. Dieser Hirnbereich sorge dann für das wohlige Glücksgefühl. Das könne weitreichende Folgen für die Gesellschaft haben. Denn die Erkenntnisse können genutzt werden, um persönliche Glücksgefühle zu fördern.


12.07.2017 14:07 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer vorherigen Version des Artikels hieß es, dass die Probanden das Geld nie gesehen haben. Das ist falsch. Wir haben die Textstelle nach einem Hinweis der Professorin korrigiert.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.07.2017 | 17:00 Uhr

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