Stand: 05.01.2016 18:40 Uhr

Kieler sagt gegen mutmaßliche Räuberbande aus

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Am Dienstag ging der Prozess gegen die mutmaßlichen Pfandhausräuber weiter.

Im Prozess um zwölf mutmaßliche Räuber, die deutschlandweit mehrere Pfandhäuser und Juweliere überfallen haben sollen, hat das Kieler Opfer am Dienstag vor Gericht ausgesagt. Zwei der zwölf Angeklagten sollen im Oktober 2014 am helllichten Tag in der Landeshauptstadt ein Pfandhaus ausgeraubt und Schmuck im Wert von einer halben Million Euro erbeutet haben.

Erhöhte Sicherheitsstufe bei Prozess in Schleswig

Opfer belastet mutmaßliche Täter schwer

Der 26-jährige Pfandhausmitarbeiter schilderte, dass er zur Tatzeit alleine im Laden gewesen sei. Einer der mutmaßlichen Täter habe ihn in ein kurzes Gespräch verwickelt. Wenig später habe ihn dann der zweite Mann mit einem Faustschlag ins Gesicht zu Fall gebracht. Anschließend sei er mit Kabelbindern gefesselt worden und die mutmaßlichen Täter mit der Beute geflüchtet. Das Opfer berichtete, dass es bis heute unter dem Überfall leidet. Er habe Angst- und Schlafstörungen, so der 26-Jährige vor Gericht. Einer der beiden mutmaßlichen Täter entschuldigte sich daraufhin bei dem Opfer.

Bande soll auch in Düsseldorf und München zugeschlagen haben

Insgesamt sind zwölf Personen wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Die Bande soll weitere Raubüberfälle in München und Düsseldorf geplant und begangen haben. Der Prozess findet unter hohen Sicherheitsauflagen statt. Weil im Kieler Landgericht nicht genügend Platz ist, wird vor dem Schleswiger Oberverwaltungsgericht verhandelt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 05.01.2016 | 19:00 Uhr