Stand: 20.02.2016 09:33 Uhr

Junge Islam Konferenz: Gemeinsamkeiten finden

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Junge Menschen diskutieren in Kiel im Rahmen der Jungen Islam Konferenz über aktuelle Fragen.

Vergangenes Wochenende war der Auftakt, nun geht es weiter: Rund 40 junge Menschen diskutieren noch bis Sonntag im Rahmen der Jungen Islam Konferenz in Schleswig-Holstein. Beim bundesweiten Dialog-Projekt sprechen junge Menschen im Alter von 17 bis 23 Jahren in Kiel über Herkunft, Sprache und Religion. Unter den Teilnehmern sind Muslime, Nicht-Muslime, Christen oder Jugendliche, die gar nicht religiös sind.

Das Ziel: Ein guter Umgang von Muslimen und Nicht-Muslimen

Es geht im Kern darum, wie das gemeinsame Leben und der zwischenmenschliche Umgang von Muslimen und Nicht-Muslimen in Schleswig-Holstein aussehen sollten. In einem Planspiel stellen die Jugendlichen öffentliche Debatten nach. Dabei geht es um das Thema "Vielfalt" am Beispiel von Islam und Muslimen in Deutschland. Bei allen Unterschieden steht bei der Tagung das "Wir" im Mittelpunkt.

Albig hofft, dass Jugendliche voneinander lernen

Schirmherr ist Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), der viel von dem Austausch der Jugendlichen hält. Er sagte, er hoffe, dass die jungen Menschen die Chance nutzen und aufeinander zugehen, ins Gespräch kommen und voneinander lernen. Denn der interreligiöse Dialog sei derzeit wichtiger denn je. Die Organisatoren hoffen, dass die Jugendlichen ihre Erfahrungen aus der Konferenz mit anderen Menschen teilen. Außerdem sollen sie helfen, Vorurteile abzubauen. Geplant ist, dass die Junge Islam Konferenz bis 2018 regelmäßig in Schleswig-Holstein stattfindet.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 19.02.2016 | 19:30 Uhr