Stand: 17.12.2013 15:03 Uhr

Havarierte "Siderfly" sorgt für neuen Ärger

Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) ist zwar längst wieder frei, aber die "Siderfly" bleibt ein "Problem-Schiff". Ende Oktober war der Düngemittelfrachter zwischen Kudensee (Kreis Steinburg) und Brunsbüttel mit einem Gastanker zusammengestoßen. Neun Tage lang blieb eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt blockiert. Als dann endlich für Kapitäne, Reeder und Lotsen die erlösende Nachricht vom Ende der Bergungsarbeiten kam, war die Sache für das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) jedoch nicht ausgestanden: Seit mittlerweile sechs Wochen liegt das beschädigte Schiff nun in Brunsbüttel und blockiert einen Liegeplatz.

Die Leidensgeschichte der "Siderfly"

Bloß keine zweite "Rosethorn"

Wird der Binnenhafen dort zum Schiffsfriedhof? Erinnerungen an die "Rosethorn" werden wach. Dieses Schiff lag nach einem Motorschaden geschlagene vier Jahre in Brunsbüttel. Erst im vergangenen Jahr wurde es zwangsversteigert und in Dänemark auf einer Werft abgewrackt. Für das WSA Brunsbüttel darf es im Fall der "Siderfly" ruhig etwas schneller gehen. Auch die estnische Reederei will den Frachter loswerden - eine komplette Reparatur des großen Lochs im Rumpf lohnt sich nicht mehr.

Noch hat niemand angebissen

Im Auftrag der Versicherung ist ein Kieler Schiffsmakler dabei, einen Käufer für die "Siderfly" aufzutreiben. Der könnte sie abwracken, ausschlachten und so noch etwas Geld verdienen. Bisher hat allerdings niemand angebissen. Aus Sicherheitsgründen muss ohnehin zunächst ein Gutachter grünes Licht für einen Transport des Havaristen geben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.12.2013 | 15:00 Uhr