Stand: 11.09.2017 08:00 Uhr

Günther sichert Friedrichskoog Fördergelder zu

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Im Winter 2006 sah der Hafen in Friedrichskoog noch so aus. Heute liegen hauptsächlich Hobbyboote vor Anker.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat der Gemeinde Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) am Sonnabend finanzielle Hilfen des Landes bei der Umgestaltung des Hafengeländes zugesagt. Das Land hatte vor Jahren trotz heftiger Proteste den Fischereihafen in Friedrichskoog aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Seitdem ist bei der touristischen Weiterentwicklung nicht viel passiert.

6,5 Millionen Euro Fördergelder

Die Schließung des Landeshafens in Friedrichskoog sei ein tiefer Einschnitt für die kleine Gemeinde im Kreis Dithmarschen gewesen, sagte Günther auf einer Bürgerversammlung im Ort am Sonnabend. Zusammen mit Umweltminister Robert Habeck (Grüne) und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) stellte Günther die Ideen des Landes vor. Die Landesregierung wolle den notwendigen Veränderungsprozess konstruktiv vorantreiben, ein Schwerpunkt sei dabei der Ausbau der Seehundstation. 6,5 Millionen Euro Fördergelder würden bereitstehen, so Günther.

Neue Promenade für Friedrichskoog?

Buchholz sagte auch, dass Friedrichskoog als zweitgrößter Urlaubsort großes Potenzial habe. So sei beispielsweise eine neue Promenade sowie eine Brücke über das Hafenbecken, von der Seehundstation zu einer Indoor-Spieleinrichtung, denkbar. Laut Buchholz ist eine Förderung der Maßnahmen von rund drei Millionen Euro möglich.

Hafen wird sicher vor Sturmflut

Habecks Augenmerk lag vor allem auf der Sturmflutsicherheit. Eigentlich ruhen derzeit die Bauarbeiten für das neue Schöpfwerk am Hafen, nachdem das Oberverwaltungsgericht Schleswig wegen eines Formfehlers des Umweltministeriums einen Baustopp verhängt hatte. Habeck sagte dazu, das Land werde sich an das Urteil halten, der Landesbetrieb Küstenschutz werde aber die notwendigen Arbeiten für die Sicherheit des Hafens vor Beginn der Sturmflutsaison ausführen und eine weitere Betonwand am Schöpfwerk errichten.

In seiner Blütezeit war Friedrichskoog mit fast 70 Kuttern zweitgrößter Krabbenfischereihafen in Schleswig-Holstein.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.09.2017 | 18:00 Uhr

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